Lateinamerika lehnt „alle Maßnahmen“ des Diktators Nicolás Maduro zur „Destabilisierung“ Ecuadors ab

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Nach gewaltsamen Protesten hat der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno seinen Amtssitz von der Hauptstadt Quito in die Hafenstadt Guayaquil verlegt (Foto: Secretaría General de Comunicación Ecuador)
Datum: 09. Oktober 2019
Uhrzeit: 10:04 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Seit Tagen kommt es im südamerikanischen Land Ecuador zu Protesten gegen gestiegene Treibstoffpreise. Mittlerweile gilt für sechzig Tage der Ausnahmezustand. Während einer Fernsehansprache hat Präsident Lenín Boltaire Moreno Garcés seinem in Belgien lebenden Vorgänger Correa vorgeworfen, zusammen mit Venezuelas Diktator Maduro einen Staatsstreich zu planen. Mehrere demokratisch regierte Länder Lateinamerikas haben Moreno ihre „feste Unterstützung“ zugesichert. „Die Regierungen von Argentinien, Brasilien, Kolumbien, El Salvador, Guatemala, Peru und Paraguays lehnen jeden Versuch und alle Maßnahmen des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro und seiner Verbündeten ab, um die Regierung von Lenín Moreno zu destabilisieren. Wir unterstützen nachdrücklich die von Präsident Lenin Moreno ergriffenen Maßnahmen“, lautet die Erklärung des kolumbianischen Außenministeriums in Bogotá.

Die Unterstützung der Gruppe lateinamerikanischer Länder schließt sich der Unterstützung an, die die Vereinigten Staaten, Morenos Verbündeter, am Montag für Ecuador geleistet haben. Das Generalsekretariat der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) unter der Leitung von Luis Almagro sprach ebenfalls über die Lage in Ecuador und verurteilte in einer Erklärung die während der Proteste verzeichneten „Gewaltakte“.

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  1. 1
    Peter Hager

    Maduro und seine Spiessgesellen halte ich bei diesem Spiel für vorgeschoben. Dahinter stehen logischerweise die Russen, mit der Absicht, sich in Lateinamerika so breit wie möglich zu machen, solange der aufgeblasene Hampelmann Trump noch an der Macht ist. – Die Historische Chance, den ewigen Kriegstreiber Moskau in seine Schranken zu verweisen, bestand 1945/46 und wurde in unverantwortlicher Weise vertan. Unbeschreibliches Elend und Tod von mindestens 70 Millionen Menschen war die Folge. Ein Ende ist nicht abzusehen. Man darf bei der Beurteilung des Nachkriegskremls nicht vergessen, daß allein unter Breschnew mehr Menschen aus politischen Motiven ermordet wurden, als Hitler und Stalin zusammen auf dem nie vorhandenen Gewissen haben.

    • 1.1
      noesfacil

      „ der aufgeblasene Hampelmann Trump“
      Ihre Formulierung gefällt mir, zudem trifft diese auch nach meiner Auffassung zu.
      Der Rest Ihres Kommentars ist schon eine sehr steile These, welche vor allem jedweden, z.B. vergleichenden Faktenbeweis gegenüber dem unbeschreiblichem Elend, welches der sog. freie Westen gerade unter der „zwielichtigen Führung“ der USA über den Planeten gebracht hat, vermissen lässt.
      Ich möchte die Leser hier und auch Sie nicht mit einer elend langen Aufzählung langweilen.
      Ich weis, dass Sie sehr genau wissen, wovon die Rede ist.
      Damit werde ich die imperialen Machenschaften, weder der einen, noch der anderen Seite gutheißen, gerade auch die aktuellen, hier in Rede stehenden schon gar nicht.
      Insoweit Konsens.
      noesfacil

      • 1.1.1
        Peter Hager

        „Der Rest Ihres Kommentars ist schon eine sehr steile These, …“
        Negativo! Das habe ich mir nicht ausgedacht. Ich gebe nur weiter, was andere z.T. mühselig ermittelt haben. 50 Millionen Morde allein auf Breschnew’s Konto sind aktenkundig. An einer solchen „Erfolgsziffer“ müßten die „Bösen“ Nordamerikas und Europas noch lange dran arbeiten….

      • 1.1.2
        noesfacil

        Wie schon gesagt, ich werde hier keinen unseligen und perversen “body count” veranstalten, welcher ohnehin völlig ohne Bedeutung ist, weil sich ein Unrecht durch ein anderes Unrecht weder aufhebt noch besser macht oder irgend ein Unrecht rechtfertigt,….. was Sie offenkundig wieder einmal mehr anzustreben scheinen.
        Oder wie soll man Ihren Kommentar verstehen?
        noesfacil

      • 1.1.3
        Peter Hager

        Ich wollte zum Ausdruck bringen, daß die Machthaber im Kreml seit rund 500 Jahren ein Feind aller ihrer Nachbarn und zunehmend des gesamten Globus sind. Einen Feind muß man als solchen erkennen und behandeln. Würde das russische Volk, das ich im Wesentlichen sehr, sehr schätze, endlich die Verhältnisse an der Regierung in halbwegs geordnete Bahnen lenken, könnten wir die besten Freunde werden. Doch bis dahin ist und bleibt Russland ein Feind.

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