„Putsch“: Lieblingswort der Linken bei einer Niederlage

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Bolsonaro war schon immer ein Verteidiger eines herkömmlichen Systems und verteidigte die Form der sogenannten "Papierabstimmung" gegen die Kriterien des Obersten Gerichtshofs (Foto: Bolsonaro)
Datum: 11. November 2019
Uhrzeit: 16:52 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Bolivien hätte Eva Morales als großer Präsident in die Geschichte des südamerikanischen Landes eingehen können. Missachtung der Verfassung und Wahlbetrug führten letztendlich allerdings dazu, dass der „ewige Evo“ das Handtuch werfen und sich dem Druck der Opposition und weiten Teilen der Bevölkerung beugen musste. Naturgemäß spricht Morales von einem Putsch und wird dabei von den Despoten aus Russland, Kuba, Nicaragua und Venezuela unterstützt. Brasiliens Präsident Jair Messsias Bolsonaro hat die Eskalation der Spannungen in Bolivien beklagt, aber die Sichtweise des zurückgetretenen Evo Morales in Frage gestellt. „Das Wort Putsch wird von der Linken oft verwendet, wenn sie verlieren“, so das Staatsoberhaupt der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

„Wenn sie gewinnen, ist es legitim. Wenn sie verlieren, ist es ein Putsch“, gab Bolsonaro am Montag (11.) in einem Interview mit „O Globo“ bekannt. Er warnte vor der aktuellen angespannten Situation/Instabilität in Bolivien und forderte auch für Brasilien eine Reform des Wahlsystems. Bolsonaro war schon immer ein Verteidiger eines herkömmlichen Systems und verteidigte die Form der sogenannten „Papierabstimmung“ gegen die Kriterien des Obersten Gerichtshofs.

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  1. 1
    noesfacil

    >Das Wort Putsch wird von der Linken oft verwendet, wenn sie verlieren“,<

    Das stimmt allerdings, es fällt allerdings ebenso auf, dass alle NichtLinken das Wort Putsch genau so inflationär nutzen, wenn irgendetwas, wie z.B. eine Wahl verloren geht.

    Insofern ist und war der Kommentar des Hr. Bolsonaro eine sog. Binsenweisheit und damit entbehrlich.
    noesfacil

  2. 2
    Peter Hager

    „…es fällt allerdings ebenso auf, dass alle NichtLinken das Wort Putsch genau so inflationär nutzen, wenn irgendetwas, wie z.B. eine Wahl verloren geht.“ Ne, ne,ne, ne, neeeee! Sicher gibt es auch Nicht-Linke, die so argumentieren. Und Bolsonaro ist tatsächlich ein trauriges Beispiel dafür. Trump ist nicht weit davon entfernt. Aber das „genau so inflationär nutzen“ bestreite ich. Während dies bei den Linken die Regel ist, sehe ich es bei allen Anderen als eher die Ausnahme, wenn auch ans traurige.

    • 2.1
      noesfacil

      > Und Bolsonaro ist tatsächlich ein trauriges Beispiel dafür. Trump ist nicht weit davon entfernt<
      Sehen Sie, Sie stellen es selber fest!
      Und genau DAS ist es was ich meine da gibts nicht zu deuteln oder zu bestreiten.
      noesfacil

  3. 3
    noesfacil

    Mir fällt dazu noch ein und auf, dass insbesondere solche zweifelhaften „Kandidaten“ das Wort Putsch gerne und ständig nutzen, welche selber zunächst und zuvorderst eben genau dies tun, nämlich Putschen!
    noesfacil

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