Coronavirus Venezuela: Währungsfonds lehnt Kredit ab – Update

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Venezuelas Gesundheitssystem ist schon längst zusammengebrochen, verlässliche und glaubwürdige Daten über Infektionen gibt es nicht (Foto: TVScreen)
Datum: 12. März 2020
Uhrzeit: 19:35 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Obwohl es im südamerikanischen Land Venezuela noch keine Fälle von Coronavirus geben soll, hat Diktator Nicolás Maduro am Donnerstag (12.) die einmonatige Einstellung aller Flüge aus Europa, Kolumbien, der Dominikanischen Republik und Panama angekündigt. Nach den Worten von Maduro wurden bisher dreißig Verdachtsfälle ausgeschlossen, Massenversammlungen oder Veranstaltungen wurden verboten und die Schließung öffentlicher Räume wie Museen angeordnet. Venezuelas Gesundheitssystem ist schon längst zusammengebrochen, verlässliche und glaubwürdige Daten über Infektionen gibt es nicht.

Update, 14. März

Venezuelas Minister für Kommunikation hat am Samstag (15.) bestätigt, dass es acht neue Fälle von Coronavirus im südamerikanischen Land gibt (sechs Männer und zwei Frauen). Drei der registrierten Fälle kamen demnach aus Spanien, zwei aus den Vereinigten Staaten, einer aus Kolumbien und zwei Venezolaner erwarben das Virus innerhalb des Landes durch den Kontakt mit einer dieser Personen. Damit steigt die Zahl der Erkrankten auf zehn. Die obligatorische Isolation für alle Personen, die im März aus Europa in das Land einreisen, wurde angeordnet.

Update, 15. März

Für Caracas, La Guaira, Miranda, Zulia, Táchira, Apure und Cojedes wurde ab Montag (16.) eine kollektive Quarantäne angeordnet, um die Mehrheit der Bürger in ihren Häusern zu zentrieren und sich der Ausweitung von Coronavirus-Fällen zu stellen. Laut Maduro ist die Zahl der Infizierten auf siebzehn gestiegen. Während der kollektiven Quarantäne dürfen nur Transport-, Gesundheits-, Lebensmittel- und Medikamentenlieferdienste ihre Tätigkeiten verrichten.

Update, 17. März

Das Regime hat die Zahl der Infizierten auf 33 erhöht. Der Internationale Währungsfonds hat einen Antrag von Diktator Maduro auf Corona-Nothilfen abgelehnt. Der Fonds schreibt, Voraussetzung für so einen Antrag sei eine international anerkannte Regierung.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Galgo

    Man reagiert auf ein Problem das es nicht gibt, nicht geben kann in einem kommunistisch geführten Land, ist ja seltsam, Herr Maduro. Wem wird man die Schuld zuschieben, wenn es dann nicht mehr zu leugnen ist, wenn die Coronafälle vor den Türen der Spitäler liegen? War dann wieder der böse Onkel Sam schuldig oder dieses Mal die Italiener, Deutschen, Spanier oder wer? Will Herr Maduro sein Volk auslöschen, muss er aber aufpassen, dass er nicht von seinen eigenen Leuten angesteckt wird! Verbote sich in öffentlichen Räumen aufzuhalten ist schon mal gut, und wie sieht es mit Kundgebungen für Herrn Maduro aus? Schließlich sind seine Anhänger ältere Semester, auch die von den Milizen sind alte Schabracken, benötigt er sie nicht mehr? Sind sie nun zum Abschuss frei gegeben? Er wird ja wohl wissen, dass diese Menschen besonders gefährdet sind, dann noch etwas Unterernährung, einseitige Ernährung, Gebrechen aller Art, bleibt eigentlich nur der Schluss, er will sich dieser Menschen entledigen, sind die zu teuer geworden oder was?

  2. 2
    noesfacil

    Der Brüller an Heuchelei ist ja wohl die Mitteilung, der Maduro Gangster Camarilla, dass u.a.

    während der kollektiven Quarantäne nur Transport-, Gesundheits-, Lebensmittel- und Medikamentenlieferdienste ihre Tätigkeiten verrichten dürfen.
    Insbesondere DAS mit den Lebensmittel- und Medikamentenlieferdiensten würde ich mir gerne einmal ansehen!
    Völlig vergessen, bei den Ausnahmen zu erwähnen hat die „ Regierung“ auch die Narco traficantes!
    noesfacil

  3. 3
    Peter Hager

    Die zahlreichen Fälle im Bundesstaat Carabobo werden völlig ignoriert. In Valencia gab es einige der allerersten Fälle, bereits vor Wochen. Und besser ist es seitdem nicht geworden.

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