Brasilianische Wanderspinne als natürlicher „Cialis“-Lieferant

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Die brasilianische Wanderspinne verfügt über die gleiche Wirksamkeit wie die modernen Generika Viagra oder Cialis (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 15. März 2020
Uhrzeit: 19:56 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das hochwirksame Gift der brasilianischen Wanderspinne, wissenschaftliche Bezeichnung: Phoneutria, sorgt in Folge einer Injektion durch den Biss des Tiers für einen „angenehmen“ Nebeneffekt. Denn Folge ist tatsächlich eine rund vier Stunden anhaltende Erektion. Die brasilianische Wanderspinne verfügt somit über die gleiche Wirksamkeit wie beispielsweise die modernen Generika Viagra oder Cialis, welche zur medikamentösen Behandlung einer Erektilen Dysfunktion, auch bekannt als Erektionsstörung, verabreicht werden. Achtung ist jedoch geboten, denn die Vertreterinnen der Art Phoneutria finden sich in ganz Südamerika und werden sowohl als höchst aggressiv sowie hochgiftig deklariert.

Als Hauptverbreitungsgebiet der Wanderspinnen mit Gattung Phoneutria, was auf Griechisch so viel wie „Mörderin“ bedeutet, ist tatsächlich Brasilien. Es scheint allerdings gelegentlich vorzukommen das einzelne Tiere, versteckt und verfrachtet in Bananenkisten auf den Frachtschiffen unbeabsichtigt nach Europa gelangen. Das höchst toxische Gift der Brasilianischen Wanderspinne kann nicht nur zum Verlust der Muskelkontrolle, akuter Atemnot sowie zum Tode des Gebissenen führen, insofern nicht behandelt wird, sondern gestaltet sich auch äußerst schmerzhaft und unangenehm wenn es nicht um das „Worstcase Szenario“ geht. Allerdings wird auch eine bis zu vierstündige Super Erektion ausgelöst. Ob diese Art der sexuellen Erektionstherapie empfehlenswert oder gar wünschenswert ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Weitere Verwendung des Spinnengifts

Einer Vereinigung von Chemikern und Wissenschaftlern ist bei ihren Forschungsarbeiten vor kurzem aufgefallen, dass ein einzelner Bestandteil der Giftstoffe im giftigen Sekret des Spinnentieres für diese Wunder Erektion verantwortlich zeichnet. Beim Gift der „Mörderin“ verfügt über eine reichhaltige und Substanreiche Mixtur diverser Molekülketten. Die nun resultierende Herausforderung und Challenge innerhalb der Forschungsarbeiten, besteht zuerst einmal in der Isolation des stimulierenden Toxins. Aus dem isolierten Wirkstoff könnte dann im Nachklang und nach einer Vielzahl an Testreihen und Genehmigungsprozessen eine neue, sowie gegebenenfalls verträglichere und stärkere Generation Generika entstehen, die zur therapeutischen Behandlung Erektiler Dysfunktion eingesetzt werden könnte. Wer also zukünftig kein Cialis Generika kaufen möchte, sondern lieber Brasilianisches Wanderspinnenextrakt auf die Einkaufsliste schreiben mag – Potentiell machbar!

Kontroverse zur Brasilianischen Gesetzeslage

Gerade in Bezug auf die landesinterne Regelung hinsichtlich der Werberegulierung in Bezug auf potenzfördernde Substrakte, ist das Wissen um die steigernde Potenzwirkung der Spinne ein absoluter „Fun Fact“. In Brasilien ist Marketing und Werbung für Cialis, Viagra und andere potenzsteigernde Generika ausdrücklich untersagt und verboten worden. Die „Anvisa“, ihrerseits tätig als Nationale Gesundheits Kontrollbehörde, beschloss bereits im Jahre 2003 das allgemeine Verbot für die werbewirksame Vermarktung von Generika jedweder Sorte. Der Beschluss resultierte auf Grundlage einer staatlichen Studie und deren Erkenntnissen. So wurde im vorangegangenen Zeitraum ein untypisch hoch ausgeprägter Anstieg hinsichtlich des Konsums von Generika festgestellt.

Zum damaligen Zeitpunkt soll vor allen anderen Mittelchen hauptsächlich Viagra teilweise immer stärker frequentiert und in absolut gesundheitsgefährdender Art und Weise konsumiert worden sein. Die Brasilianische Gesundheits Kontrollbehörde rief dahingehend und mit Deckung der Regierung das Werbeverbot, welches seit dem auch umgesetzt wird aus. Bei Zuwiderhandlungen sollen horrende Strafzahlungen veranschlagt werden um den im Land ansässigen Konzernen der Branche, entsprechend gegenübertreten zu können.

Umso interessanter und mit einem gewissen „Schmunzeln“ zu betrachten, dass gerade in Brasilien die Heimat der potenzsteigernden Wanderspinne zu finden ist.

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