Nicaragua: Rücksichtslose COVID-19-Reaktion

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Lateinamerika wird von der Corona-Pandemie nicht verschont (Foto: MarcelloCasal/AgenciaBras)
Datum: 11. April 2020
Uhrzeit: 17:19 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat auf die COVID-19-Pandemie mit Taktiken reagiert, die in krassem Widerspruch zu den Ratschlägen globaler Gesundheitsexperten stehen und gefährdet die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung des zentralamerikanischen Landes. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) hervor. Ortega, der seit über einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, ist der einzige lateinamerikanische Staatschef, der nicht eine einzige öffentliche Ankündigung gemacht hat wie seine Regierung auf die Pandemie reagieren will. Vizepräsidentin Rosario Murillo, Ehefrau von Ortega, forderte die Nicaraguaner auf, Ruhe zu bewahren und weiter zu arbeiten. Die Behörden haben zum Besuch massiver Kundgebungen und der Schule ermutigt und nur freiwillige Quarantänemaßnahmen für aus dem Ausland ankommende Personen beschlossen.

„Während die Welt mit der schwersten Pandemie seit einem Jahrhundert konfrontiert ist, ist Präsident Ortega nirgendwo zu sehen und seine Regierung versäumt es leichtfertig, die von Experten für öffentliche Gesundheit empfohlenen grundlegenden Präventivmaßnahmen zu ergreifen“, so José Miguel Vivanco, Amerika-Direktor bei „Human Rights Watch“. Nach der offiziellen Bilanz der Regierung soll es im zentralamerikanischen Land lediglich sieben bestätigte Fälle von COVID-19 und einen Todesfall geben. Die Gesamtzahl ist jedoch nach Angaben der lokalen Gesundheitsexperten unbekannt und könnte aufgrund fehlender umfassender Tests wesentlich höher liegen. Ärzte in Krankenhäusern im ganzen Land berichteten, dass sie mehrere „Verdachtsfälle“ zur Untersuchung in eine Einrichtung des Gesundheitsministeriums geschickt hätten und nie eine Antwort erhalten haben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Peter Hager

    Der Umgang von Linken mit den Bürgern während der Corona-Krise demaskiert diese Spezies erneut. Ob Daniel Ortega, Nicolas Maduro oder Lenin Moreno (Nomen est Omen!), sie alle lügen oder ignorieren die Realität, was unzähligen Menschen das Leben kostet. Sicher haben auch „Demokraten“, wie Johnson, Trump, Bolsonaro, in diesem Zusammenhang gravierende Fehler begangen. Doch der eiskalte Zynismus, mit dem linke Diktatoren Menschenmassen bewußt in den Tod schicken, ist einzigartig. – Apropos: Weiß jemand zufällig, was aus den vielen Tausend Menschen geworden ist, welche die KP Chinas in ihren Häusern hat einschweißen lassen? Gesunde wie Kranke? Ist von denen jemals einer lebend wieder auf die Straße gekommen? Dazu schweigen Medien und Politiker aus aller Welt. Sie behandeln die chinesische Regierung, als handele es sich um Menschen. Man will ja mit denen wieder Geschäfte machen. Pfui Teufel!

    • 1.1
      Paddy Zé

      Ich sage ja, in Wuhan wurde ein 5G Anschlag verübt, der Millionen Menschen gegrillt, das ihr Leben kostete.
      Die Monsterexplusion in Tanijn 2016, ist auch so eine misteriöse Sache gewesen.
      Es wird immer so hingestellt, als wären die Chinesen unfähig. Aber nützen tut es den Anderen, die es den Chinesen in die Schuhe schiebt.
      Die hatten Angst, weil durch die fehlenden Gesetze, viel und billig produziert werden kann.
      Wenn China aber wirtschaftlich zu sehr an die Nummer 1 ran kommt, passieren wieder solche unglaublichen Dinge.

      • 1.1.1
        Peter Hager

        Ihr Kommentar klingt mir doch sehr nach angeschlagener Gesundheit. Kann es sein, daß Sie Ihr 5G Telefon für zu lange Zeit zu dicht an den Kopf gehalten haben…?

  2. 2
    noesfacil

    Was jetzt hier noch echt fehlt ist ein „geistreicher Kommentar“ von Mike Most (!?)
    Wo isser denn der Herr Most?
    noesfacil

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