Brasilien: Bitte um „Einzige Rede“ zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

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Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta trechnet nach eigenen Worten damit, dass die Zahl der Verdachtsfälle in den kommenden Tagen dramatisch zunehmen wird (Foto: AgenciaBrasil)
Datum: 13. April 2020
Uhrzeit: 18:10 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der brasilianische Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta hat die Regierung um eine „einzige Rede“ zur Bekämpfung des neuen Coronavirus gebeten. „Die Bevölkerung weiß nicht, ob sie mir oder dem Präsidenten Jair Messias Bolsonaro zuhören soll. Das Staatsoberhaupt verteidigt das Ende der verhängten Beschränkungen in verschiedenen Bundesstaaten. Ich hoffe, dass wir einen einzigartigen und einheitlichen Diskurs führen können“, so Mandetta in einem Interview mit dem „Globo-Netzwerk“ am Sonntagabend (12.) Ortszeit.

Mandetta befürwortet nach wie vor die Aufrechterhaltung sozialer Isolationsmaßnahmen, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen – eine Position, die der des Präsidenten diametral entgegengesetzt ist. Bolsonaro spricht nach wie vor von einem „Grippchen“ und befasst sich hauptsächlich mit den wirtschaftlichen Folgen und der Arbeitslosigkeit im größten Land Südamerikas. Offiziell wurde in Brasilien am 27. Februar dieses Jahres der erste „Corona-Fall“ diagnostiziert. Aktuell beträgt die Zahl der Infizierten 22.720 und 1.269 Personen sind am Virus gestorben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    caratinga

    Vor diesem Mann muss den Hut ziehen.
    Er hat Charakter und ist ehrlich.
    Trotz der widerlichen Überfälle der 3 Pitbulls (Söhne) und dessen Vaters.
    Zu den Überfällen gehören Fake news, Mordandrohung, Gewaltandrohung usw. auf die Familie Mandettas.
    Ich wünsche Ihm alles gute und hoffe das er durch hält.

  2. 2
    Paul Arthur Landmesser

    Gut, dass Militär und Parlament sich gegen eine Entlassung dieses fähigen Ministers eingesetzt haben!
    Die Verhaltensweise vieler Brasilianer in dieser Krise ist nicht akzeptabel. Sie prügeln aufeinander ein (meist verbal, aber nicht immer) und bedrohen massiv Politiker, die sich für restriktive Schutzmaßnahmen einsetzen, wie unser Gouverneur in Santa Catarina, der zwischenzeitlich sogar Todesdrohungen bekommen hat. Hier in Brasilien entscheiden halt letztendlich die Gouverneure und Bürgermeister, wie vorgegangen wird, wobei Bürgermeister Dekrete des Gouverneurs nur verschärfen, aber nicht erleichtern können. Ich bin froh, dass unser Gouverneur Carlos Moises stark genug ist, seine Überlegungen durchzusetzen, denn das Hoch der Krise liegt mit Sicherheit noch ein ganzes Stück vor uns!

    • 2.1
      noesfacil

      Das sieht der Teil meiner Familie in Curitiba so ziemlich genau so!
      noesfacil

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