Die Bösen sind immer die Amerikaner

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Das "verlorene Jahrhundert" wurde bereits von Hugo Hugo Chávez eingeleitet (Foto: Latinapress)
Datum: 19. Juli 2020
Uhrzeit: 17:33 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Manuel López , Caracas (Leser)
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Unter Diktator Nicolás Maduro hat sich die „bolivarische Republik“ in das despotisch regierte Armenhaus des Kontinents verwandelt – weit abgekoppelt von der regionalen Entwicklung. Unter dem Deckmantel „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ hat die Kleptokratie das einst reichste Land Lateinamerikas schamlos ausgeplündert und in den Ruin geführt. Jahrzehntelanges Missmanagement, gepaart mit wirtschaftlichem Analphabetismus, hat nun dazu geführt, dass Venezuelas Ölproduktion den historischer Tiefpunkt erreicht hat.

Dass US-Sanktionen gegen Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA für den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich sein sollen, sind hinlänglich bekannte Propagandaphrasen des linken/kommunistischen Mainstreams. Seit über fünfzehn Jahren – und lange vor irgendwelchen US-Sanktionen – verlottert die staatliche Ölindustrie. Die benötigen Gelder zur Wartung der Infrastruktur wurden bereit gestellt, verschwanden allerdings regelmäßig in den Taschen der durch und durch korrupten Behörden.

Das „verlorene Jahrhundert“ wurde bereits von Hugo Hugo Chávez eingeleitet und unter Maduro „perfektioniert“. Inzwischen ist die tägliche Rohölproduktion im Juni auf unter 300.000 Fass gesunken, Ende 2020 werden es so wenig wie im Jahr 1929 sein. Dies bedeutet eine Pro-Kopf-Produktion wie vor fast 100 Jahren.

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  1. 1
    Hcjdjf

    Es ist ja auch vollkommener Unsinn, bei diesem Ölpreis wie ein weiter riesige Mengen aus dem Boden zu holen.
    Nein , das ist dort gut aufgehoben. Und wenn der verrückte Präsident der USA abgewählt ist, kann man mal anfangen über die Lockerung der Sanktionen zu sprechen und im nächsten Jahr braucht dann auch vielleicht mal wieder jemand Öl.
    Bis dahin gibt es nur Gold, Diamanten und Kokain.

  2. 2
    noesfacil

    Wenn die Maduro- Camarilla-Mafia aus Venezuela verschwunden ist, dann kann man versuchen das Land und vor allem die marode Ölwirtschaft, welche einmal, allerdings sehr lange vor Chávez und Maduro zu den modernsten der Welt gehörte wieder in gang zu bringen.

    Leider ist hier festzuhalten, dass alles, aber auch alles was im LP.- Artikel des Autors M. Lopez aus Caracas beschrieben ist, der elenden Realität entspricht.

    Und natürlich sind n i c h t die US- Amerikaner an allem Schuld, das ist die übliche, billige Phrasendrescherei.
    Allerdings haben es die US- Amerikaner, in ihrer nahezu grenzenlosen Naivität, Arroganz und der Durchsetzung ihrer aggressiver Wirtschafts- und Machtinteressen, in über 80 Jahren der sog. Lateinamerikapolitik, nicht ansatzweise verstanden, hier für sich an besseres Bild zu zeichnen und vorzuleben.
    Und daher sind diese „Yankees“ eben so unbeliebt und bis hin zu, aus guten Gründen verhasst und man kann eben leicht immer und völlig undifferenziert diese Typen, insbesondere unter dem derzeitig, wahrhaft abstrus schlimmen Präsidenten für a l l e s verantwortlich machen;- Populismus pur eben, zieht immer und überall.
    noesfacil

  3. 3
    noesfacil

    Ergänzung: Die „Bösen“ sind gleichwohl immer und das traditionell, die eigenen Leute, vornehmlich die sogenannten Eliten im Land, welche das eigene Land, wie ihren Privatbesitz empfinden, in welchem und aus welchem sie sich nach Lust & Laune und Gutsherren- Feudalherrenart bedienen können.
    Die US- Amerikaner haben sich diese sog. Eliten und deren korruptes Tun lediglich für ihre eigenen, nicht minder, schon beschriebenen Zwecke zu Nutze gemacht. Und wenns´eben mit Schmieren nicht mehr weiterging, dann hat eben die CIA u.a. ein „wenig“ nachgeholfen.

    Inzwischen gibt es zu den sog. Eliten auch noch die Boliburgesia, welche überwiegend aus Chavisten und regierungsfreundlichen Hofschranzen, Militärs und Narcotraficantes besteht. Diese üblen Figuren stehen zumindest theoretisch- ideologisch den Russen, Chinesen nahe und stützen den stalinistisch organisierten Staatsapparat auf Cuba.
    und es bleibt insgesamt,
    noesfacil

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