Panama: Sieben Jugendliche auf der Reise zum Gatún-See getötet – Update

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Der "Lago Gatún" ist ein künstlicher See, der für den Bau des Panamakanals durch die Aufstauung des Río Chagres geschaffen wurde (Foto: PoliciaColon)
Datum: 20. Juli 2020
Uhrzeit: 16:38 Uhr
Ressorts: Panama, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Polizei im zentralamerikanischen Land Panama untersucht die Tötung von sieben jungen Menschen, deren Leichen am Samstag (18.) in einem Waldgebiet namens Espinar (Provinz Colón) in der Nähe eines Sees gefunden wurden. Die Opfer – vier Frauen und drei Männer zwischen 17 und 22 Jahren – wurden in der Nähe des Gatún-Sees, achtzig Kilometer nördlich der Hauptstadt Panama City, entdeckt. Die Opfer gehörten zu einer Gruppe von 13 Personen, die einen Ausflug zum See unternommen hatten. Nach ersten Angaben der Staatsanwaltschaft hatten zwei bewaffnete Männer die Jugendlichen angegriffen, sechs konnten entkommen. Laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft wurde eine Person festgenommen.

Fünf der Leichen befanden sich in einem verlassenen Bunker, der laut den Einheimischen von Drogenhändlern als Versteck genutzt wird und zwei an verschiedenen Orten im Wald. Forensische Tests zeigen, dass alle Schusswunden am Kopf hatten. Die Familien hatten die Polizei alarmiert, als ihre Kinder bis Freitagabend nicht nach Hause zurückgekehrt waren. Verwandte und Einheimische, die nach den vermissten Jugendlichen suchten, stießen am Samstag auf die Leichen. Die überlebenden sechs beschrieben, von zwei bewaffneten Männern angegriffen worden zu sein. Ein Überlebender berichtete darüber, dass einer der Schützen ein Opfer mit dessen Namen angesprochen hatte. Dies veranlasste die Ermittler zu der Annahme, dass der Angriff nicht zufällig war.

Der „Lago Gatún“ ist ein künstlicher See, der für den Bau des Panamakanals durch die Aufstauung des Río Chagres geschaffen wurde.

Update, 21. Juli

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft in Panama wurde ein 18-jähriger Mann angeklagt, an der Ermordung der sieben Jugendlichen beteiligt gewesen zu sein (mutmaßlicher Mord, Femizid und Raub). Der mutmaßliche Täter lebt in derselben Gegend, aus der die Opfer stammten. Laut einem Anwalt ist sein Mandant unschuldig, sein Aussehen stimmt demnach nicht mit der Beschreibung der Überlebenden überein und er kenne keinen der Getöteten. Die Polizei sucht inzwischen immer noch nach dem zweiten Tatverdächtigen.

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