Risiko für die Umwelt: Venezuela muss Terminal auf Bonaire räumen

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Größte Ölpest vor der venezolanischen Küste seit zwanzig Jahren (Foto: PROVEA)
Datum: 28. August 2020
Uhrzeit: 13:49 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung der Karibikinsel Bonaire hat die staatliche venezolanische Ölgesellschaft „Petróleos de Venezuela“ (PDVSA) angewiesen, unverzüglich die Tanks und Pipelines an ihrem BOPEC-Terminal mit zehn Millionen Barrel zu entleeren. Die Bonaire-Aufsichtsbehörde für Umwelt und Verkehr (ILT) wies darauf hin, dass PDVSA in den letzten Jahren wegen fehlender finanzieller Mittel keine Wartungsprojekte durchgeführt hat, was zu einem Risiko von Leckagen führt. „Die ILT hält dies für inakzeptabel und unternimmt nun alle erforderlichen Schritte, um Risiken auszuschließen“, so die Behörde.

Laut Berichten verschiedener Nichtregierungsorganisationen sind bereits vor Wochen vor der Küste von Venezuela etwa 26.700 Barrel Rohöl ins Meer gelangt. Das Öl stammt demnach aus dem Raffineriekomplex El Palito im Bundesstaat Carabobo (Norden), für den Betrieb ist die staatliche Ölgesellschaft „Petróleos de Venezuela“ (PDVSA) verantwortlich. Obwohl riesige Ökosysteme bedroht sind, haben sich weder das Regime noch internationale „Umweltaktivisten“ dazu geäußert.

Dieser Bericht bezieht sich auf:

Die nun angeordnete Räumung des Terminals auf Bonaire ist der jüngste Schlag für das Ölraffinerie- und Logistiknetzwerk von PDVSA auf den niederländischen Karibikinseln vor der Küste Venezuelas. Der Vertrag des Unternehmens zum Betrieb der Raffinerie Isla de Curaçao lief aus und die Regierung von Aruba übernahm die Kontrolle über die Raffinerie, die von der PDVSA-Tochter Citgo betrieben wurde. Laut ILT befinden sich die Terminal-Docks in einem so schlechten Zustand, dass Schiffe kein Öl laden oder entladen könnten.

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  1. 1
    Pelle

    „…angewiesen, unverzüglich die Tanks und Pipelines an ihrem BOPEC-Terminal mit zehn Millionen Barrel zu entleeren.“
    „…einem so schlechten Zustand, dass Schiffe kein Öl laden oder entladen könnten.“

    Und wie soll das jetzt funktionieren? Zehn Millionen Barrel kann man wohl schlecht mit Tanklastwagen abtransportieren, und wohin auf der Insel?

  2. In tanker pumpen und ab zurück nach venezuela,oder geht das nicht ?

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