UN-Versammlung: Präsident Bolsonaro bekräftigt Desinformationskampagne

presi

Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro hat die 75. Generalversammlung der Vereinten Nationen eröffnet (Foto: Presidencia)
Datum: 22. September 2020
Uhrzeit: 17:47 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro hat die 75. Generalversammlung der Vereinten Nationen eröffnet. Er verteidigte sein Management hinsichtlich der Corona-Pandemie und beschuldigte die Medien der erzeugten Panik. „Sie haben dem Land fast das soziale Chaos gebracht. Unsere Regierung hat wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen, um ein größeres Übel zu vermeiden“, so Bolsonaro. „Es ist eine Ehre, diese Versammlung zu einem Zeitpunkt zu eröffnen, an dem die Welt die Herausforderungen bewältigen muss denen sie gegenübersteht. Zunächst möchte ich mein Bedauern für jeden Tod durch Coronavirus zum Ausdruck bringen. Wir haben zwei Probleme zu lösen: das Virus und die Arbeitslosigkeit. Alle Maßnahmen zur sozialen Distanzierung wurden der Entscheidung jedes Gouverneurs in meinem Land überlassen. Der Präsident hatte die Verantwortung, Ressourcen an die gesamte Nation zu senden“, begann er seine Rede.

Bolsonaro verteidigte die wirtschaftlichen Maßnahmen, die seine Regierung ergriffen hatte um die durch die Pandemie verursachte Krise zu lindern. „Unsere Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um ein größeres Übel zu vermeiden. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um den Einkommensverlust auszugleichen“, betonte er. In Bezug auf den Amazonas wies er darauf hin: „Wir sind Opfer einer totalen Desinformationskampagne. Es sind zwielichtige Interessen, die von ausbeuterischen Vereinigungen begleitet werden. Wir sind führend, wenn es um die Erhaltung der Tropenwälder geht. Wir sind der wichtigste Lebensmittelproduzent der Welt. Aus diesem Grund besteht dieses Interesse daran, falsche Informationen zu geben. Die Welt hängt immer mehr von Brasilien ab, um sich selbst zu ernähren“, fuhr er fort.

Schließlich widmete er der Krise in Venezuela einige Worte und hob die Arbeit seiner Regierung bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus diesem Land hervor. „Brasilien sticht nicht nur im Bereich des Umweltschutzes hervor, sondern auch auf der Menschenrechts-Agenda. Dies zeigt sich in unserem Engagement für die venezolanischen Flüchtlinge“, betonte er. „Brasilien bleibt den Grundprinzipien der Vereinten Nationen verpflichtet. Brasilien hat die Grundsätze des Friedens und der Verbreitung der Menschenrechte in seiner eigenen Verfassung verankert“.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie findet die 75. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in diesem Jahr größtenteils virtuell statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedstaaten – darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs – sprechen nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per vorab aufgezeichneten Video-Botschaften.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2020 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    caratinga

    Da sind gleichen sich die Rassisten Bolsonaro und Trump.
    Lügen das sich die Balken biegen, ihre schlechten Leistungen loben, andere dafür verantwortlich machen, Demokratie mit Füßen treten, und behaupten sie sind der Nabel der Welt.
    Beide sind für min. 80 % aller Toten verantwortlich, und somit Mörder.
    Bei Bolsonaro muss man noch sagen, die Politik die betreibt ist Diktatur.

  2. 2
    Werner Luschko

    Ihre Lügen können Sie vielleicht bei einem Parteitag der Mauerschützen-Partei in Berlin loswerden. Selten so gebrüllt.

  3. 3
    Paul Landmesser

    2016 stand Brasilien am Abgrund eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs, und Dilma wurde gerade noch rechtzeitig aus ihrem Amt „entfernt“, wenn auch mit unlauteren Begründungen!
    Bolsonaro hat den turnaround geschafft, und es geht seither langsam aber stetig aufwärts. Diese Pandemie ist natürlich ein Schlag ins Kontor, aber bislang hat Brasilien diese Belastung offensichtlich besser verdaut, als die meisten übrigen, lateinamerikanischen Länder! Über seinen Umgang mit der Pandemie kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, aber alle vernünftigen Brasilianer sind dankbar, dass es diesen Präsidenten gibt, für viele zwischenzeitlich der beste Präsident aller Zeiten in Brasilien! Im übrigen haben meine brasilianischen Freunde (deutschstämmig) alle nur ein mitleidiges Lächeln übrig für die dauernde Hetze aus Deutschland/Europa. Besonders hervor tut sich da ja auch N-TV, die grundsätzlich schreiben „der rechtsextreme Präsident Bolsonaro“, und die auch vor fake-news nicht zurückschrecken. Vor einem Feuer flüchtende Elefanten sind natürlich ein schlechter Witz, denn in Brasiliens Wildnis gibt es keine Elefanten!! -:)

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!