Protest bei Schweigeminute für Diego Maradona

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ie 24-jährige Paula Dapena, die für den spanischen Klub "Viajes Interrías" spielt, entschied sich während der Schweigeminute am vergangenen Samstag dafür, auf dem Spielfeld zu sitzen (Foto: Twitter)
Datum: 30. November 2020
Uhrzeit: 15:02 Uhr
Ressorts: Argentinien, Sport
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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An diesem Wochenende war die Welt erfüllt von Ehrerbietungen an Diego Armando Maradona. Die aus Argentinien stammende „Hand Gottes“ war am Mittwoch (25.) im Alter von sechzig Jahren verstorben. Eine Fußballspielerin wollte jedoch nicht an der Huldigungsserie teilnehmen und zog es vor, ihre Unzufriedenheit deutlich zum Ausdruck zu bringen. Die 24-jährige Paula Dapena, die für den spanischen Klub „Viajes Interrías“ spielt, entschied sich während der Schweigeminute am vergangenen Samstag dafür, auf dem Spielfeld zu sitzen. Für ihr Verhalten war sie schnell einer Welle von Kritik in den sozialen Netzwerken ausgesetzt und erhielt sogar Morddrohungen. „Maradona war ein Fußballer mit spektakulären Qualitäten und Begabung. Um ein besonderer Mensch/Persönlichkeit zu sein, sind allerdings ganz andere Fähigkeiten erforderlich“, bekräftigte Paula, die das Freundschaftsspiel ihrer Mannschaft gegen „Deportivo La Coruna“ mit 0:10 verlor.

„Meine Kolleginnen sahen mich an und lachten, weil sie wussten, dass ich ihnen nicht folgen würde. Vor einigen Tagen haben wir gegen geschlechtsspezifische Gewalt gekämpft und es wurde keine Schweigeminute für die Opfer eingelegt. Ich persönlich bin nicht bereit, das für einen Aggressor zu tun“, so Dapena und erinnerte sich an die Vergewaltigungsanklage, der Maradona ausgesetzt war.

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  1. 1
    Peter Hager

    „…Um ein besonderer Mensch/Persönlichkeit zu sein, sind allerdings ganz andere Fähigkeiten erforderlich.“
    Das hat die junge Dame aber sehr freundlich formuliert. Auf jeden Fall hat sie meinen Respekt. Eine Schande ist, daß die negativen Exzesse von Maradona jetzt weltweit ignoriert werden, nur weil er gestorben ist.

  2. 2
    Mark

    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert, sagt sich Boris auch :-))

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