Kuba: Kulturminister schlägt einen Journalisten – Update

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Meinungsfreiheit ist für die kubanische Diktatur ein Fremdwort (Foto: Archiv)
Datum: 28. Januar 2021
Uhrzeit: 13:06 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Während einer Demonstration von Künstlern und Journalisten in Havanna hat der kubanische Kulturminister Alpidio Alonso einen Journalisten geschlagen. Der Vorfall kann nicht wie gewohnt geleugnet werden, da er in mehreren Videos aufgezeichnet und in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Demonstranten und Beamte des Kulturministeriums stritten sich im Hauptquartier des Ministeriums, als Alonso in Begleitung des Vizeministers Alfonso Rojas auf die Mitglieder des Protestes zuging.

Irgendwann schlug der Minister den als Mauricio Mendoza identifizierten Journalisten, der für die Zeitung „Diario de Cuba“ arbeitet. Die Demonstranten gehörten dem 27N-Kollektiv an, einer Gruppe von Künstlern, Intellektuellen, Filmemachern, Aktivisten und Journalisten, die Respekt für die Meinungsfreiheit und das Ende der staatlichen Zensur fordern.

Update, 1. Februar

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden die Künstlerin Tania Bruguera, der Journalist Mauricio Mendoza sowie dutzende weitere Künstler und Aktivisten am 27. Januar 2021 wegen ihrer Teilnahme an einem friedlichen Protest vor dem Kultusministerium in Havanna verhaftet. Gepostete Videos von Teilnehmern zeigen, wie der kubanische Kultusminister Alpidio Alonso in Anwesenheit seiner Vizeminister Demonstranten gewaltsam attackierte.

Die IGFM verurteilt das gewaltsame Vorgehen gegen friedliche Demonstranten aufs Schärfste und fordert, dass politische wie wirtschaftliche Zugeständnisse der Europäischen Union gegenüber Kuba an die Achtung der Menschenrechte geknüpft werden müssen. „Kuba geht weiterhin gewaltsam gegen Bürgerrechtler vor und führt willkürliche Verhaftungen durch, das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

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