„Gib mir meinen Impfstoff zurück“: Proteste in Argentinien

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Zu den Demonstrationen hatten der ehemalige Präsident Mauricio Macri und Mitglieder seiner Partei auf "Twitter" aufgerufen (Foto: proargentina)
Datum: 01. März 2021
Uhrzeit: 15:16 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Tausende Argentinier haben an diesem Wochenende in verschiedenen Teilen des südamerikanischen Landes protestiert. Sie lehnten damit die Vorzugsbehandlung politischer Verbündeter der Links-Regierung von Präsident Alberto Ángel Fernández bei der Impfung gegen das Coronavirus ab. Argentinien wird von einem Skandal erschüttert. Beamte und Bürger mit den passenden politischen Kontakten wurde bei der Impfung gegen Covid-19 Vorrang eingeräumt. Diese Tatsache erschütterte die Regierung und führte zum Rücktritt des Gesundheitsministers.

Die Regierung startete ihre Impfkampagne im Dezember, jedoch nur für Gesundheitspersonal und begann in den letzten Tagen mit der Impfung von Menschen über siebzig Jahren. Letzte Woche kam allerdings eine Liste mit Dutzenden von Beamten und ihren Familien, Geschäftsleuten und einem ehemaligen Präsidenten ans Licht, die den Impfstoff gegen COVID-19 erhalten hatten. Die sogenannte „VIP-Impfung“ löste Empörung bei der Bevölkerung aus. Demonstranten am Regierungspalast in Buenos Aires hängten schwarze Säcke auf um diejenigen zu symbolisieren, die ohne Impfung gestorben sind. Zu den Demonstrationen hatten der ehemalige Präsident Mauricio Macri und Mitglieder seiner Partei auf „Twitter“ aufgerufen.

„Es ist ein absoluter Skandal. Die Bevölkerung kann nicht geimpft werden und diejenigen der K-Oligarchie (Kirchner) wurden alle geimpft“, empörte sich Patricia Bullrich, Parteichefin von Macri.

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