Kräuter, Körner, Knollen: Superfood aus Peru

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Superfoods aus allen Landesteilen Perus sorgen mit geballten Kräften für Vitalität und Wohlbefinden (Foto: Prom Peru)
Datum: 15. April 2021
Uhrzeit: 16:01 Uhr
Ressorts: Peru, Welt & Reisen
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die peruanische Küche ist weltberühmt, längst haben Klassiker wie Cebiche und Pisco Sour die Speisekarten europäischer Szenerestaurants erobert. Doch die kulinarischen Errungenschaften des Andenstaates sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Kein anderes Land der Welt bringt so viele Superfoods hervor wie Peru. In allen drei Regionen des südamerikanischen Landes aber vor allem in den Höhenlagen der Anden und im üppig grünen Regenwald wachsen Obst- und Gemüsesorten, Getreide, Kräuter, Wurzeln und Knollen mit Superkräften, die jedem Gericht das gewisse Etwas und dem Körper die Extraportion Vitalität verleihen. Vor allem Heilpflanzen und -kräuter aus Peru werden auch hierzulande inzwischen gern verwendet.

„Und jetzt noch ein Muña-Tee“ – diesen Satz hört man in Peru häufig nach einem ausgiebigen Abendessen. Das köstliche Gebräu schmeckt ähnlich wie Pfefferminztee, hilft bei Verdauungsbeschwerden und sorgt für einen ruhigen Schlaf nach einem langen Tag. Muña wächst in den höchsten Gebieten der Anden, in den Regionen Ancash, Cusco oder Puno am Titicacasee. Schauplatz von aufregenden Trekkingtouren, erfreuen sich Touristen dort an der Bergkulisse mit ihren türkisfarbenen Lagunen, den schneebedeckten Gipfel und den Alpakaherden. Schon früh entdeckten die Inka, dass sie mithilfe von Muña Lebensmittel konservieren können. Mit einem noch höheren Kalziumgehalt als Maca sorgt die Muña für starke Knochen und Zähne. Und auch ohne gesundheitliche Indikation kommt nach einer Andenwanderung auf den Spuren der Inka eine warme Tasse Tee immer gelegen.

Aus der tropischen Wärme des Regenwaldes kommt die Kletterliane Katzenkralle, ein wahres Wunder des Amazonas und durch die Weltgesundheitsorganisation als Heilpflanze anerkannt. Die Pflanze mit dem wilden Namen ist ein wahrhaftiger Schutzpanzer für das Immunsystem, hilft gegen Allergien oder Diabetes und kann als Schmerzmittel verwendet werden. Ihre Heimat, darunter die Regionen Junín, San Martín und Madre de Dios punkten mit einer immensen Vielfalt an exotischer Flora und Fauna, um die sich zahlreiche Mythen und Legenden ranken. Ein versierter Naturguide kennt bestimmt nicht nur den vielfältigen Nutzen der Wunderpflanze, sondern weiß sie auch noch schmackhaft zuzubereiten.

Und auch der Rest der Welt kommt auf den Geschmack: Allein im Jahr 2020 konnte Peru aus dem Export von Muña und Katzenkralle Einnahmen in Höhe von fast 6 Millionen US Dollar erzielen.

Für jede Menge Power sorgt Algarrobo, die Schote des Johannisbrotbaumes, der an der Nordküste von Peru in den Regionen Piura und Lambayeque heimisch ist. Hierher zieht es vor allem Surfer und Kulturfreunde auf den Spuren der Moche, einer Prä-Inka Kultur, die einst hier ansässig war und zahlreiche archäologische Zeitzeugen hinterlassen hat. Im historischen Schutzgebiet Pómac wächst sogar der größte Johannisbrotbaumwald weltweit. Der natürliche Energielieferant kann beispielsweise zu Mehl verarbeitet und so als Gebäck oder Knabberei verzehrt werden – für einen Vitalitätsschub to go. Die Johannisbrotbaumschoten sind zudem Gluten frei und so ein heißer Anwärter auf den Titel als nächstes Trend-Food.

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