Paraguay und Brasilien vereint im Kampf gegen das organisierte Verbrechen

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Das Drogenhandelsnetz wird vom "Primeiro Comando da Capital" (PCC) und dem "Comando Vermelho", den beiden größten kriminellen Gruppen Brasiliens, kontrolliert und die Drogen sind hauptsächlich für Brasilien bestimmt (Foto: GobiernoParaguay)
Datum: 20. April 2021
Uhrzeit: 15:55 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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In sieben Jahren gemeinsamer Operationen zwischen Paraguays Nationalem Anti-Drogen-Sekretariat (Senad) und der brasilianischen Bundespolizei wurde den Drogenhandelsorganisationen nach offiziellen Angaben ein wirtschaftlicher Schaden von bis zu einer Milliarde US-Dollar zugefügt. Zwischen 2014 und 2021 beschlagnahmte die Kooperation demnach 6.939 Kilogramm Kokain und 48.420 Kilogramm Marihuana. Ebenso wurden in den verschiedenen Razzien der Operation „Neue Allianz“ 6.893 Hektar Marihuanapflanzen und 1.156.926 Kilogramm der gleichen Droge in bewaldeten Grenzgebieten zwischen den beiden Ländern vernichtet.

In diesen sieben Jahren der Zusammenarbeit gab es außerdem 177 Einsätze, 277 Verhaftungen und 16 Ausweisungen von brasilianischen Staatsbürgern mit Haftbefehl nach Brasilien. Die Daten wurden vom paraguayischen Präsidenten Mario Abdo Benítez bei einem Treffen im Regierungspalast mit dem Exekutivsekretär des Senad, Zully Rolón, dem brasilianischen Botschafter in Paraguay, Flavio Soares und dem Delegierten der brasilianischen Bundespolizei, Richard Murad, präsentiert.

Paraguay ist Südamerikas größter Produzent von Marihuana. Das Drogenhandelsnetz wird vom „Primeiro Comando da Capital“ (PCC) und dem „Comando Vermelho“, den beiden größten kriminellen Gruppen Brasiliens, kontrolliert und die Drogen sind hauptsächlich für Brasilien bestimmt. Paraguayische Gefängnisse beherbergen eine hohe Anzahl von Mitgliedern dieser kriminellen Vereinigungen, die paraguayische „Soldaten“ für diese Gruppen aus den Gefängnissen heraus rekrutieren.

Nach Angaben der Behörden ist Paraguay auch zu einer der internationalen Handelsrouten für Kokain geworden, das in der Regel auf dem Luft- oder Landweg in den Chaco – entlang der Grenze zu Bolivien – gelangt und für andere Länder, wie Brasilien oder Argentinien, bestimmt ist.

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  1. 1
    Mark

    In sieben Jahren 277 Verhaftungen, was für ein schwerer Schlag gegen die Drogen Kartelle :-))

    • 1.1
      Manuel

      Tja, wenn ich mir dazu im Vergleich die Horste in Europa betrachte…….keine 100 Verhaftungen…………..aber wie gewohnt große Xresse!!!!!!!!!!!!!!

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