Human Rights Watch: Venezolanisches Regime richtet Zivilisten hin

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Diktatur ging und geht nachweislich mit äußerster Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vor (Foto: Archiv)
Datum: 26. April 2021
Uhrzeit: 16:01 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) hat die venezolanischen Sicherheitskräfte am Montag (26.) der außergerichtlichen Hinrichtung von mindestens vier Zivilisten, sowie willkürlichen Verhaftungen und Folter, neben anderen „abartigen Misshandlungen“ gegen die Bevölkerung des an Kolumbien grenzenden Bundesstaates Apure beschuldigt. „HRW“ stellte ihre Vorwürfe in den Kontext der im März vom Maduro-Regime gestarteten Offensive gegen irreguläre Gruppen in diesem Bundesstaat und bat die Staatsanwaltschaft des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) und die UN-Erkundungsmission für Venezuela, die Angelegenheit zu untersuchen.

In einem Bericht gab die nichtstaatliche Organisation bekannt, dass die venezolanische Operation „zur Hinrichtung von mindestens vier Bauern, willkürlichen Verhaftungen, der Verfolgung von Zivilisten vor Militärtribunalen und der Folter von Einwohnern, die der Kollaboration mit bewaffneten Gruppen beschuldigt werden, führte“. „Die Grausamkeiten, die gegen die Bewohner von Apure begangen wurden, sind keine isolierten Vorfälle von aufmüpfigen Agenten, sondern stehen im Einklang mit systematischen Misshandlungen durch Maduros Sicherheitskräfte“, so der Direktor von „HRW“ für Amerika, José Miguel Vivanco.

Am 21. März begannen die Bolivarischen Nationalen Streitkräfte (FANB) in Apure mit Kämpfen gegen irreguläre Gruppen, die von den Behörden nie identifiziert wurden, die aber von der NGO „Fundaredes“ als angebliche Dissidenten der aufgelösten kolumbianischen FARC-Guerillagruppe bezeichnet wurden. Der Konflikt dauerte fast drei Wochen und vertrieb mehr als 6.000 Venezolaner nach Kolumbien, so Fundaredes. Die „Fuerza Armada Nacional Bolivariana“ (FANB) versicherte, dass bei der Offensive acht Soldaten und neun „Terroristen“ getötet wurden. „HRW“ behauptet in ihrem Bericht, dass viele der Inhaftierten „keine Mitglieder bewaffneter Gruppen“ waren, sondern der lokalen Bevölkerung angehörten. Die genannten Hinrichtungen betrafen vier Bauern aus derselben Familie, die am 25. März von den venezolanischen Sicherheitskräften aus ihrem Haus in La Victoria verschleppt und ihre Leciehn mit zahlreichen Knochenbrüchen, Schnittwunden und Einschusswunden gefunden wurden.

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