Proteste lähmen Kaffeeexporte in Kolumbien

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Die Kaffeebauern, die derzeit an der New Yorker Börse relativ hohe Preise von 1,48 US-Dollar pro Pfund erzielen, haben sich den Protesten noch nicht angeschlossen (Foto: Andre Nery/Shutterstock)
Datum: 07. Mai 2021
Uhrzeit: 12:15 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Straßenblockaden während der Proteste gegen die kolumbianische Regierung haben die Kaffeeexporte des südamerikanischen Landes lahmgelegt. Dies gab am Freitag (7.) der Geschäftsführer des Nationalen Verbandes der Kaffeebauern, Roberto Velez, in einem Telefoninterview mit „Reuters“ bekannt. Die seit neun Tagen anhaltenden Unruhen, die sich ursprünglich gegen eine inzwischen zurückgezogene Steuerreform richteten, haben bisher mehr als 28 Menschen das Leben gekostet. Die Demonstranten fordern nun, dass die Regierung Maßnahmen gegen Armut, Polizeigewalt und Arbeitslosigkeit ergreift und das Gesundheits- und Bildungssystem verbessert. Die Kaffeebauern, die derzeit an der New Yorker Börse relativ hohe Preise von 1,48 US-Dollar pro Pfund erzielen, haben sich den Protesten noch nicht angeschlossen.

„Wir sind vollständig blockiert und haben den Export gestoppt. Es gibt keine Bewegung von Kaffee zu den Häfen“, so Roberto Velez. Im ganzen Nachbarland von Venezuela kommt es zu Straßenblockaden, die zum Teil von Truckern zur Unterstützung des nationalen Streiks und zum Teil von Demonstranten getragen werden. Eine der größten Blockaden blockiert die Ankunft und Abfahrt von Waren im Hafen von Buenaventura, Kolumbiens wichtigstem Hafen am Pazifik. Die Barrikaden betreffen vor allem Landwirte in den Departements Huila, Valle del Cauca, Cauca und Nariño, die sich mitten in der Haupternte befinden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Maria

    Es war deutlich klar dass es ihnen nur der Kaffee interessiert und die Polizisten, die mit Brutalität gegen die Demonstranten umgehen. Da zeigen sie klar, nur die Bilder wo Randalierer gegen ihnen kämpfen … keine Gewalt, weder von den Randalierern noch von der Polizei (die sie klar nicht zeigen). total wie in mehrere ihrer Informationen total einseitig.
    Trinken sie noch Kaffee, es wird bald nicht mehr so viel geben und vielleicht auch nicht so billig: weil Leute wie sie Avocados wollen und allmählich die Kaffeeregion umwandeln. Ja der Markt, sie sind Sklaven des Marktes, das kann man in allen ihrer Berichte sehen… ab und zu (vielleicht um ihre Position zu verblenden) berichten etwas, das den Völkern in Lateinamerika betrifft…
    ich werde deshalb noch weiterlesen, weil man so bessere Argumente bilden kann.

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