Neue ethische Regeln für die künstliche Befruchtung in Brasilien

einsetzen

Frauen bis zum 37. Lebensjahr können bis zu zwei befruchtete Eizellen empfangen und Frauen, die älter als 37 Jahre sind, können bis zu drei implantieren (Foto: conselhofederaldemedicina)
Datum: 16. Juni 2021
Uhrzeit: 01:56 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Der Bundesrat für Medizin „Conselho Federal de Medicina“ (CFM) hat am Dienstag (15.) eine Reihe von ethischen Standards für die Anwendung von Techniken der assistierten Reproduktion in Brasilien veröffentlicht. Bei der assistierten Reproduktion handelt es sich um eine Reihe von klinischen Verfahren, bei denen männliche Fortpflanzungszellen (Spermien) und weibliche Fortpflanzungszellen (Eizellen) eingesetzt werden, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Die beiden bekanntesten Formen sind die künstliche Befruchtung und die In-vitro-Fertilisation.

Laut Beschluss Nr. 294 darf die Anzahl der im Labor erzeugten Embryonen nicht mehr als acht betragen. Die Patienten, die in den Prozess involviert sind, müssen definieren, wie viele Embryonen verwendet und wie viele durch Einfrieren konserviert werden. Diese Erklärung muss in schriftlicher Form abgegeben werden. Nach den neuen Regeln wurden die Grenzen des Embryotransfers in Abhängigkeit vom Alter der Schwangeren festgelegt. Frauen bis zum 37. Lebensjahr können bis zu zwei befruchtete Eizellen empfangen und Frauen, die älter als 37 Jahre sind, können bis zu drei implantieren.

Die Resolution informiert auch darüber, dass „Techniken der assistierten Reproduktion nicht mit der Absicht angewandt werden können, das Geschlecht oder andere biologische Merkmale des zukünftigen Kindes zu selektieren, außer um Krankheiten bei den möglichen Nachkommen zu vermeiden.“ Die Uterusabtretung, bekannt als „Leihmutterschaft“, ist nach der bisherigen Fassung der CFM-Norm auf Personen mit familiären Bindungen bis zum vierten Verwandtschaftsgrad beschränkt, mit der Bedingung, dass der Abtretungsempfänger ein lebendes biologisches Kind hat. Dieses Verfahren ist auch für homosexuelle Paare gewährleistet.

Die Beschluss definiert, dass die Spende von genetischem Material zu Reproduktionszwecken und die Leihmutterschaft keine finanziellen Interessen oder lukrativen Charakter haben dürfen. Eine weitere Verpflichtung, die beibehalten wurde, war die Sicherstellung der Hilfe für die Frau, die ihre Gebärmutter bis zum Wochenbett „geliehen“ hat, mit den Kosten für die Überwachung und die notwendige medizinische Versorgung der Patientin.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2021 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!