Ecuador: Impfausweis gegen COVID-19

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Die Gesundheitsministerin von Ecuador, Ximena Garzón (Foto: Gesundheitsministerium von Ecuador)
Datum: 17. Juli 2021
Uhrzeit: 07:33 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Impfung gegen COVID-19 schreitet in fast allen Ländern Lateinamerikas voran. Sorge bereitet das Auftreten von neuen Varianten, ebenfalls die Impfmüdigkeit der Bevölkerung. Wissenschaftler warnen bereits vor einer „Pandemie der Ungeimpften“, Rufe nach mehr Impf-Werbekampagnen werden lauter. Im südamerikanischen Land Ecuador gefährdet die Ankunft von Varianten wie Delta und Delta Plus die Rückkehr zur Normalität und damit die wirtschaftliche Reaktivierung, die so notwendig ist, um die Finanzkrise zu bewältigen, die das Land durchmacht. Aus diesem Grund haben zwei Städte beschlossen, dass die Bürger ihren Impfausweis vorlegen müssen, um öffentliche Plätze zu betreten und so weitere Ansteckungen zu vermeiden. Dies sind Guayaquil, die Hafenstadt, die als kommerzielle Hauptstadt Ecuadors bekannt ist und Loja, die als kulturelle Hauptstadt Ecuadors gilt.

Obwohl die Behörden ähnliche Entscheidungen bezüglich der Vorlage des Impfausweises getroffen haben, haben die Städte unterschiedliche Realitäten. Guayaquil zum Beispiel hat rund drei Millionen Einwohner, ist eine Hafenstadt und führend in den Handelsbeziehungen. Loja hingegen ist eine Stadt im Süden des Landes, nahe der Grenze zu Peru, mit etwas mehr als 170.000 Einwohner und Gastgeber des Internationalen Festivals der Lebenden Künste, das lokale und internationale Künstler zusammenbringt und in diesem Jahr sowohl persönlich als auch virtuell stattfinden soll.

„Der Impfausweis wird ihre Eintrittskarte sein, wenn sie ihre Häuser verlassen wollen. Sie haben mehrere Monate Zeit, sich impfen zu lassen bevor die Maßnahmen greifen, die wir ankündigen“, so die Bürgermeisterin von Guayaquil, Cynthia Viteri, während des Treffens mit dem Guayaquil Emergency Operations Committee (COE). Während dieser Sitzung beschloss der COE von Guayaquil, dass die Einwohner von Guayaquil ab Oktober einen Impfausweis mit dem vollständigen Impfschema vorlegen müssen – das heißt mit den zwei Dosen entsprechend der im Land eintreffenden Impfstofftypen – um öffentliche Dienstleistungen und Räume wie Einkaufszentren, Restaurants und sogar öffentliche Verkehrsmittel zu betreten.

In Loja hingegen wird die Pflicht zur Vorlage des Impfausweises ab dem 9. August durchgesetzt. Laut dem COE von Loja müssen alle Personen ab 16 Jahren ihren Impfausweis vorlegen, um Supermärkte, Einkaufszentren, Märkte und andere Verkaufsstellen zu betreten. Aus der Resolution geht nicht hervor, ob die Bürger zwei Dosen der Impfstoffe haben müssen. Loja ist eine der Provinzen und Kantone in Ecuador mit den größten Fortschritten bei der Impfung; die erste auf der Liste ist Galapagos. In Loja haben 91,6 Prozent der Menschen über 65 Jahre mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten. Außerdem sind 82,44 Prozent der Bevölkerung von Loja im Alter zwischen 50 und 64 Jahren geimpft worden. Der Prozentsatz der geimpften Personen in Loja zwischen 16 und 49 Jahren liegt bei 37,3 Prozent, wie aus den offiziellen Daten des Vaccinometers des Ministeriums für öffentliche Gesundheit hervorgeht.

Derzeit sind in ganz Ecuador mehr als 6,8 Millionen Impfstoff-Dosen verabreicht worden und 3,2 Millionen Ecuadorianer haben bereits ihre erste Dosis COVID-19 erhalten. Obwohl in Ecuador Impfstoffe von Pfizer, AstraZeneca und Sinovac verwendet werden, ist Sinovac mit 3,3 Millionen verabreichten Dosen die am meisten verwendete Impfstoffmarke im Land.

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