Ortega erklärt offiziell seine Kandidatur für eine vierte Amtszeit in Nicaragua

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Die Sandinistische Nationale Befreiungsfront "Frente Sandinista de Liberación Nacional" (FSLN) hat bestätigt, dass der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin und Ehefrau Rosario Murillo bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 7. November antreten werden (Foto: Ortega)
Datum: 04. August 2021
Uhrzeit: 14:45 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Sandinistische Nationale Befreiungsfront „Frente Sandinista de Liberación Nacional“ (FSLN) hat bestätigt, dass der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin und Ehefrau Rosario Murillo bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 7. November antreten werden. „Der Kongress der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront hat einstimmig den Präsidenten Daniel Ortega und die Vizepräsidentin Rosario Murillo als Präsidentschaftskandidaten für die Wahlen am 7. November bestätigt“, so die Erklärung der „FSLN“.

Es ist das zweite Mal, dass beide für die „FSLN“ kandidieren – nach den Präsidentschaftswahlen 2016, die sie mit mehr als 72 Prozent der Stimmen gewonnen haben. Zuvor hatte Ortega 2006 auf den konservativen Jaime Morales Carazo für das Amt des Vizepräsidenten gesetzt und 2011 auf den ehemaligen Oberbefehlshaber der nicaraguanischen Armee, Omar Halleslevens. Das Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode sowie die zwanzig Kandidaten für die Abgeordneten der Nationalversammlung und des Zentralamerikanischen Parlaments wurden während der Veranstaltung, die sowohl online als auch persönlich in Managua stattfand, angenommen.

Etwa 4,7 Millionen Nicaraguaner werden voraussichtlich am 7. November zu den Wahlen gehen. Der Urnengang findet inmitten einer der schlimmsten politischen Krisen der letzten Jahre in dem kleinen zentralamerikanischenamerikanischen Land statt, in dem die derzeitige Regierung Ortega politische Rivalen, Aktivisten und Journalisten verfolgt.

Die internationale Gemeinschaft hat die Glaubwürdigkeit der Wahlen bereits in Frage gestellt. Diese sind durch eine Wahlreform gekennzeichnet, die nicht den Empfehlungen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der EU-Missionen entsprach, sowie durch die politische Nutzung des Justizsystems, um Kandidaten auszuschließen und Oppositionsparteien zu disqualifizieren.

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