Präsident Jair Messias Bolsonaro: Sieg oder Tod

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Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro sieht drei Alternativen für seine Zukunft (Foto: Archiv)
Datum: 29. August 2021
Uhrzeit: 07:23 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro sieht drei Alternativen für seine Zukunft: den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen 2022, den Tod oder das Gefängnis. „Ich habe drei Alternativen für meine Zukunft: verhaftet zu werden, getötet zu werden oder zu siegen“, so das Staatsoberhaupt am Samstag (28.) bei einem Treffen von evangelikalen Führern. Bolsonaro fügte später hinzu, dass die erste Option nicht in Frage komme. „Kein Mensch auf der Welt wird mich bedrohen/einsperren.“ Bolsonaros Äußerungen fallen in eine Zeit, in der er Brasiliens elektronisches Wahlsystem in Frage stellt und damit droht, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr nicht zu akzeptieren. Er fordert die Einführung von gedruckten Wahlscheinen, da die elektronische Stimmabgabe nach seiner Meinung anfällig für Betrug ist. Bolsonaro liegt in den meisten Umfragen hinter dem ehemaligen linken Präsidenten Luis Inacio Lula da Silva.

Bei dem Treffen mit evangelikalen Führern kritisierte er erneut das brasilianische Wahlgericht „Tribunal Superior Eleitoral“ (TSE). „Wir haben einen Präsidenten, der einen Bruch weder wünscht noch provoziert – aber alles hat eine Grenze im Leben. Damit kann ich nicht weiterleben“. Der Leiter des brasilianischen Wahlgerichts „TSE“ erklärte am Mittwoch, dass es kein Problem mit dem elektronischen Wahlsystem gebe und nannte eine Diskussion über die Einführung gedruckter Stimmzettel „eine Verschwendung von Aufmerksamkeit“. Bolsonaro lud evangelikale Führer auch dazu ein, an den geplanten landesweiten Demonstrationen am 7. September teilzunehmen, um ihn zu unterstützen. Die große evangelikale Wählerschaft in Brasilien war entscheidend für Bolsonaros Wahlsieg 2018.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    C.H. sievers

    Bolsonaro und evangelikale „Führer“, huuuhh, ein wahrhaftig toxisches, stinkendes Gemenge und die Ankündigungen“ dieses „feinen“ Herrn Bolosonaro hören sich wirklich „sehr demokratisch“ an.

    Es stinkt gewaltig nach Putsch, ähnlich wie seinerzeit bei dem nicht minder feinen Hr. Trump.
    Ay, pobres Brasileiros,…… viel Spass noch mit diesem wahrhaftigen Demokraten!

    • 1.1
      Max Egli

      Die Wahl zwischen Pest oder Cholera 😔

  2. 2
    Peter Hager

    Den miesesten Bolsonaro halte ich noch lange nicht für so schlimm, wie den besten Lula.

    • 2.1
      Max Egli

      Dieselbe Antwort wie bei Sievers..

      • 2.1.1
        C.H.Sievers

        Sie haben vollkommen recht, kann Ihnen unumwunden zustimmen!
        Manch einer, aber nicht nur hier ist halt grundhaft auf dem einen Auge blind.
        Aber auch unter den Blinden ist der Einäugige sehend!
        Zwinkersmiley***

  3. 3
    Paul Landmesser

    Ich werde nie verstehen, wie Bolsonaro seinen Ruf so aufs Spiel setzen konnte mit dieser unsinnigen Haltung in Sachen Covid 19!

    Vielen ist nicht bewusst -besonders im Ausland- welche unglaublichen Erfolge er schon nach kurzer Zeit hatte.

    In diesem Vielparteiensystem (keine Sperrklausel fürs Parlament) kann man schwierige Reformen und Gesetze eigentlich nur durchsetzen, wenn man die kleinen Parteien „kauft“! Unter Lula und Dilma wurde dies usus, aber Bolsonaro lehnt das ab!

    Und trotzdem hat er es fertig gebracht, die seit Jahrzehnten wichtigste Reform zu verabschieden, die Rentenreform, an der vor ihm alle Regierungen gescheitert waren. Nachdem man früher schon mit z. B. 40 Jahren in Rente gehen konnte, was ruinös für einen Staat ist, haben wir endlich vernünftige Renteneintrittsalter! Welche Leistung von Bolsonaro, dass er selbst z. B. die kommunistische Partei auf seine Seite brachte.

    Dass bereits im ersten Jahr seiner Regierung die Gewaltkriminalität um ca. 25% gesunken ist, davon redet auch niemand!

    Eine (leider nur) leichte Liberalisierung des WaffG konnte er auch durchsetzen. Und so gibt es noch viele Punkte!

    Und mir ist ein Präsident lieber, der sich um das eigene Volk kümmert und nicht die Welt retten will, wie es Lula und Dilma mit dem sauer verdienten Geld der Brasilianer tun wollten. Brasilien stand unter Dilma an einem wirtschaftlichen Abgrund und das war auch der wirkliche Grund, weshalb man Dima aus dem Amt gedrängt hatte. Korruption konnte ihr nie nachgewiesen werden.

    Egal wie sympathisch oder unsympathisch einem Bolsonaro ist, er ist offensichtlich aktuell der Einzige, der Brasilien auf einem erfolgreichen Kurs halten kann und hoffentlich wird das Schreckgespenst Lula nicht wahr werden, denn sonst Gnade uns Gott!!

    • 3.1
      C.H.Sievers

      Na mit dem WaffG da kennen Sie sich ja bestens aus, nicht wahr?
      Wenn das mal nicht gewaltig nach verkapptem Lobbyismus klingt, oder?
      Ist Ihnen das Deutsche WaffG, seinerzeit noch in Reutlingen zu restriktiv, na dann sind Sie ja in Brasilien bei den Ultras bestens aufgehoben, wünsche erfolgreiche Geschäfte.
      Wer durch das Schwert lebt, wird durch das Schwert sterben.
      Wobei ich nicht verhehlen kann, dass man/frau im „schönen Brasilien“ besser bewaffnet und willig, sowie fähig sein sollte, so eine Waffe auch bedingungslos zu benutzen, bei der schieren Unzahl an illegalen Waffen, welche dort im Umlauf sind und insbesondere bei der grundhaft gewalttätigen brasilianischen Unkultur, diese auch ständig gegenüber unbewaffneten zu benutzen.
      Ob das Drehen an der Gewaltspirale, auch gegen Minderheiten, Indigene, Wehrlose, etc. jedoch zu irgend etwas zukunftsweisendem führt, wage ich allerdings mit Blick auf die lateinamerikanischen Realitäten sehr zu bezweifeln.

    • 3.2
      C.H.Sievers

      Wie Max Egli bereits sehr zutreffend erwähnte,
      es ist inzwischen nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera.
      Und Ihnen Herr Landmesser bedarf es keiner „Gnade von Gott“.
      Sie sind auch nicht „uns“.
      Sie sind Deutscher Auswanderer und können jederzeit, wenn es Ihnen zu „bunt wird“ mit der „Pest oder der Cholera“, Ihre Sachen packen und nebst Ihrer brasilianischen Gattin zurück nach Deutschland, z.B. ins schöne Reutlingen.

      • 3.2.1
        C.H. Sievers

        Korrektur: natürlich muss es ins „schöne Pforzheim“ heißen und nicht Reutlingen!!!
        ausweislich Ihres internet- Auftritts.
        Mein Fehler, sorry!

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