Verschärfende Dürre sorgt für Energiekrise in Brasilien

wasser

Die Wasserreserven der Wasserkraftwerke sind bereits auf den niedrigsten Stand seit einundneunzig Jahren gefallen (Foto: Itaipu Binacional)
Datum: 01. September 2021
Uhrzeit: 10:28 Uhr
Ressorts: Brasilien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Brasilien spitzt sich die Wasserkrise weiter zu. Bento Albuquerque, Minister für Bergbau und Energie, warnte am Dienstag (31. August), dass die Energiekrise des größten Landes in Südamerika schlimmer sei als bisher angenommen, da eine Rekorddürre die Stromerzeugung aus Wasserkraft behindere. In einer nationalen Fernsehansprache, die vor den Abendnachrichten ausgestrahlt wurde, betonte Albuquerque, dass sich die Krise verschärft hat. Die Wasserreserven der Wasserkraftwerke sind bereits auf den niedrigsten Stand seit einundneunzig Jahren gefallen (Beginn der offiziellen Aufzeichnungen). „Heute muss ich Ihnen mitteilen, dass sich die Bedingungen für unsere Wasserkraftwerke verschlechtert haben. Die Regenzeit mit ausbleibenden Niederschlägen im Süden war schlimmer als erwartet. Infolgedessen sind die Stauseen unserer Wasserkraftwerke im Südosten und im Mittleren Westen stärker zurückgegangen als erwartet“, so Albuquerque.

Infolge der Dürre hat Brasilien demnach eine Wasserkraftleistung verloren, die dem Energieverbrauch der Stadt Rio de Janeiro in fünf Monaten entspricht. Die Wasserkraft ist die größte Energiequelle in Brasilien. Der Minister betonte, dass die Brasilianer alles tun müssten, um den Energieverbrauch zu senken. Nach seinen Worten wurden die Bundesbehörden angewiesen, den Stromverbrauch um zwanzig Prozent zu senken. Zuvor hatte das Ministerium bereits angekündigt, dass die Regierung die Energiepreise aufgrund der Dürre anheben wird, wobei die betroffenen Verbraucher ab dem 1. September durchschnittlich 6,78 Prozent mehr für Strom zahlen müssten. Die Regulierungsbehörden haben die Preise aufgrund der Dürre bereits mehrfach angehoben.

Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas war gezwungen, Strom aus den Nachbarländern zu importieren und die Stromerzeugung in Kraftwerken, die fossile Brennstoffe verbrennen, zu erhöhen. Das Ministerium teilte außerdem mit, dass es Anreize für Verbraucher zur freiwilligen Reduzierung ihres Energieverbrauchs genehmigt hat. Albuquerque appellierte an die Brasilianer, das natürliche Licht besser zu nutzen als elektrisches Licht und den Gebrauch von elektrischen Duschen, Klimaanlagen und Bügeleisen einzuschränken.

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