Argentinien: Tankstellen begrenzen Kraftstoffmenge für Brasilianer

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Den Fahrern zufolge kann die Wartezeit in den Schlangen an den Zollstellen mehr als vier Stunden betragen (Foto: TVScreen)
Datum: 05. November 2021
Uhrzeit: 06:42 Uhr
Ressorts: Argentinien, Panorama
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Tankstellen in Porto Iguaçu (Argentinien) haben am Donnerstag (4.) das Angebot an den Zapfsäulen für Ausländer eingeschränkt. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem viele Brasilianer begonnen hatten die Grenze über die Tancredo-Neves-Brücke (Ponte Tancredo Neves) bei Foz do Iguaçu im Westen von Paraná zu überqueren. Nach Ansicht der Verbraucher ist das Angebot im Nachbarland attraktiv, weil das Benzin dort nur halb so teuer ist wie in Brasilien. An einigen der von den Brasilianern aufgesuchten Tankstellen kostete der Liter Superbenzin an diesem Donnerstag im Durchschnitt umgerechnet 3,20 Reais. Nach Angaben der Nationalen Erdölagentur (ANP) liegt der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin in Foz do Iguaçu dagegen bei 6,27 Reais (1 US-Dollar entspricht 5,60 Reais).

Aus diesem Grund hat Argentinien für ausländische Fahrzeuge, die in Porto Iguaçu, einer Stadt mit rund 80.000 Einwohnern, tanken, ein Kontingent von fünfzehn Litern Kraftstoff eingeführt. Der Grenzübertritt ist jedoch keine leichte Aufgabe. Nach einer Bestimmung der Bundespolizei „Polícia Federal“ (PF) müssen Brasilianer ihre Ausreise aus dem Land registrieren lassen. Beim argentinischen Zoll werden persönliche Dokumente, der Nachweis eines vollständigen Impfschutzes und ein negativer Covid 19-Test für diejenigen verlangt, die über die Stadt Porto Iguaçu hinausreisen. Den Fahrern zufolge kann die Wartezeit in den Schlangen an den Zollstellen mehr als vier Stunden betragen. Dennoch ist dies eine Zeit, auf die viele Brasilianer gerne warten.

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  1. Argentinien ist ein untypisches Land, in dem alle sehr gerne verkaufen. Nein, Argentinien legt Quoten fest und bremst den Verkauf. Wer wird geschädigt, wenn nicht die Argentinier selbst? Die argentinische Regierung hat ernste wirtschaftliche Probleme, sie braucht den Zufluss von Devisen, von frischem Geld, weil die Inflation das Geld der Menschen auffrisst. Sie können sich nicht den Luxus leisten, den Verkauf zu bremsen! Diese Regierung kann nicht dümmer sein.
    Offenbar wollen sie das von ihnen produzierte Haushaltsdefizit nicht stoppen? Offensichtlich nicht, indem sie diese Maßnahmen ergreifen.

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