„Pequi“: Entzündungshemmend und Sonnenschutzmittel

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Neben der Ernährung wird das aus dem Fruchtfleisch und den Kernen gewonnene Pequi-Öl bereits in der Pharma- und Kosmetikindustrie verwendet (Foto: © centraldocerrado.org)
Datum: 15. November 2021
Uhrzeit: 21:12 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Viele Kosmetika werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, die kostengünstig und umweltschonend verfügbar sind. Außerdem tragen sie zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Unterstützung kleiner Erzeuger bei. Dies ist der Fall bei den Pequi, die in der brasilianischen Cerrado-Küche weit verbreitet sind, vor allem bei der Bevölkerung von Goiás. Neben der Ernährung wird das aus dem Fruchtfleisch und den Kernen gewonnene Pequi-Öl bereits in der Pharma- und Kosmetikindustrie verwendet. Doch was nach diesem Prozess von den Pequi übrig bleibt – nerunzig Prozent der Früchte – wird in der Regel weggeworfen, wodurch jährlich Hunderte von Tonnen Abfall entstehen. Dies könnte sich jedoch ändern. Forscher der Abteilung Assis der Staatlichen Universität von São Paulo (Unesp) haben eine kreative, nachhaltige und kostengünstige Möglichkeit gefunden, diesen natürlichen Rohstoff zu nutzen. In Studien, die 2016 begannen, haben Wissenschaftler zwei neue Produkte aus den Abfällen der Frucht entwickelt: eine entzündungshemmende Creme und ein Sonnenschutzmittel mit antioxidativen Eigenschaften, das die Hautalterung verzögern kann.

Lucinéia dos Santos, Professorin an der Assis Unesp (Staatliche Universität von São Paulo), nennt die Vorteile dieser Entdeckung und hebt die Vorteile hervor, die sich aus der Verwendung der Pequi-Reste ergeben. Sie ist der Meinung, dass neben den Vorteilen im Kosmetikbereich auch die Sozialwirtschaft der Familien, die von der Frucht abhängen, durch die nachhaltige Verwendung dieses Materials verbessert werden kann. Auch die aus den Fruchtresten entwickelten Produkte zeigten nach Angaben des Forschers vielversprechende Ergebnisse in pharmakologischen Tests. Die Neuheiten wurden bereits von der Unesp-Innovationsagentur patentiert und warten auf die Genehmigung der Gesundheitsbehörde „Anvisa“, um vermarktet zu werden.

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