Totem „Latamat“: Von Mexiko nach Dumfries

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Ein speziell in Auftrag gegebener Totempfahl hat eine 5.500 Meilen lange Reise von Mexiko nach Südschottland hinter sich (Fotos: OriginsFestival)
Datum: 18. November 2021
Uhrzeit: 13:42 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein speziell in Auftrag gegebener Totempfahl hat eine 5.500 Meilen lange Reise von Mexiko nach Südschottland hinter sich. Das Totem „Latamat“ wurde von Jun Tiburcio in Chumatlán, Veracruz, aus einem einzigen Baum geschnitzt. Es ist durch ganz Großbritannien gereist – einschließlich eines Besuchs in Glasgow während der COP26 – um auf die Anliegen der indigenen Völker in Bezug auf den Klimawandel hinzuweisen. Am Wochenende wird er nun in einer Zeremonie auf dem Landgut Crichton in Dumfries „der Erde zurückgegeben“. Das Werk wurde im Rahmen des ORIGINS-Festivals von Border Crossings in Auftrag gegeben, das indigene Kunst als Reaktion auf den Klimawandel feiert. Das Totem wird als „Botschaft des Volkes der Totanac an unsere Gemeinschaften und die führenden Politiker der Welt“ beschrieben. Es soll verdeutlichen, wie sehr unsere Existenz mit der Natur verwoben ist und dass sofortige Maßnahmen erforderlich sind, um die durch den Klimawandel verursachten Schäden zu beseitigen.

Nach seiner Ankunft in Großbritannien ist „Latamat“ auf Tournee durch das Land gegangen und hat so unterschiedliche Orte und Gemeinschaften wie das Londoner Chiswick House, den Station Square in Milton Keynes, die Hexham Abbey, die Universität von Manchester und den megalithischen Rollright-Steinkreis in Oxfordshire besucht. Überall, wo es zu sehen war, wurde das Totem mit Liedern und Zeremonien begrüßt, die auf bewegende Weise den Geist der globalen Solidarität zwischen unseren eigenen Gemeinschaften und den indigenen Völkern zeigen, die an vorderster Front gegen den Klimawandel kämpfen. Nachdem das Totem seine Botschaft überbracht hat, wird es am Samstag (20.) in Dumfries und Galloway „der Erde zurückgegeben“ und darf sich natürlich zersetzen. Im Gegensatz zu westlichen, materialistischen Kulturen, die ihre Kunstwerke bewahren wollen, um einen finanziellen Wert zu erhalten, betrachten indigene Kulturen ihre Artefakte als Lebewesen und daher als vergänglich.

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