Steigende Lithiumpreise führen zu Änderungen der Lieferverträge

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Im sogenannten "Lithium-Dreieck" in Südamerika lagern Millionen Tonnen "weißes Gold" (Foto: Nevada Energy Metals)
Datum: 24. November 2021
Uhrzeit: 12:04 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Steigende Lithiumpreise führen zu Änderungen der Lieferverträge. Die Lithiumverbraucher bemühen sich um längerfristige Verträge mit den Produzenten, um die Versorgung auf einem Markt, auf dem die Preise aufgrund der Knappheit auf ein Dreijahreshoch gestiegen sind, so lange wie möglich zu sichern. Lithiumkarbonat in China, ein wichtiges Material für die Herstellung von wiederaufladbaren Batterien, ist mit 30.940 US-Dollar pro Tonne seit Anfang des Jahres um zweihundertsechsundsiebzig Prozent gestiegen, da die Nachfrage mit dem zunehmenden Verkauf von Elektrofahrzeugen boomt. Das australische Unternehmen „Pilbara Minerals“ hat laut einem Bericht von „Reuters“ sein Hartgestein-Lithium (Spodumen) soeben zu einem Preis von 2.350 US-Dollar pro Tonne verkauft, was einem Anstieg von achtundachtzig Prozent gegenüber 1.250 US-Dollar bei der Auktion im Juli entspricht.

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos, die durch staatliche Vorschriften in mehreren Ländern der Welt angetrieben wird, zeichnet sich Lateinamerika als die Region ab, die am schnellsten zum strategischen Lieferanten des so genannten weißen Goldes für die Batterieherstellung werden kann. Die steigenden Preise haben die Lithiumverbraucher, vor allem in China, das die Lieferkette für Elektrofahrzeuge dominiert, von der Notwendigkeit überzeugt, die Versorgung mit Verträgen zu sichern, die in einigen Fällen bis zu drei Jahre laufen.

Festpreise für die Vertragslaufzeit sind im Vergleich zu den Vorjahren selten geworden. Die Verhandlungen beginnen in der Regel im September und Oktober und werden im November und Dezember abgeschlossen. „Die Preise sind in diesem Jahr bisher um mehr als zweihundertdreißig Prozent gestiegen, und zwar aufgrund des Mangels an verfügbarem Material“, so Caspar Rawles, Analyst bei „Benchmark Mineral Intelligence“. Mehr als die Hälfte des weltweit vorhandenen Lithiums wird für die Herstellung von wiederaufladbaren Batterien verwendet, die auch in Mobiltelefonen und Laptops zum Einsatz kommen, während der Rest in der Glas-, Keramik- und Pharmaindustrie verwendet wird.

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