Kolumbien: Geringster Fernsehkonsum in Lateinamerika

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In Lateinamerika sind neununddreißig Prozent der Fernsehzuschauer der Meinung, dass Werbung neben dem Inhalt auch zu Gesprächen führt (Foto: SamsungBrasil)
Datum: 24. November 2021
Uhrzeit: 12:31 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine vom Marktforschungsunternehmen „Kantar Group“ anlässlich des Weltfernsehtags durchgeführte Sonderumfrage zeigt, dass Lateinamerikaner täglich 5:57 Stunden TV-Inhalte konsumieren. Für die Erhebung wurden Zuschauer aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Mexiko und Peru berücksichtigt. Von diesen Ländern ist Brasilien mit durchschnittlich 6:51 Stunden pro Person vor dem Bildschirm das Land mit dem höchsten Fernsehkonsum, gefolgt von Argentinien und Chile, die durchschnittlich 6:15 bzw. 6:08 Stunden konsumieren. Weit abgeschlagen in der Studie ist Kolumbien, wo laut der Studie im Durchschnitt 4:16 Stunden pro Tag TV konsumiert wird. Es ist erwähnenswert, dass zu Beginn der Covid-19-Pandemie, im März letzten Jahres, der Fernsehkonsum in Kolumbien deutlich anstieg und die durchschnittliche Sehdauer um 29,4 Prozent zunahm (eine Stunde und 25 Minuten mehr pro Person). An manchen Tagen stieg die Zahl auf sechs Stunden und zwölf Minuten. Einundvierzig Prozent der Menschen in Lateinamerika geben an, dass neue Formen und neue Dienste der Videoübertragung, wie z. B. Streaming, ihre Art des Fernsehkonsums verändert haben. Filme und Nachrichten sind die von den lateinamerikanischen Zuschauern am meisten konsumierten Genres (siebenundachtzig bzw. dreiundachtzig Prozent). Sportprogramme, in- und ausländische Seifenopern und Serien vervollständigen die Top 5.

Die Gesamtwertung für die Region ist ähnlich wie die der einzelnen Länder. Hervorzuheben ist jedoch, dass Kolumbien, Chile, Argentinien und Mexiko Filme als ihr bevorzugtes Genre beibehalten. In Ecuador, Brasilien und Peru, werden Nachrichtensendungen am meisten konsumiert. „In einer Zeit, in der wir überall und zu jeder Zeit mit Informationen bombardiert werden, ist das Fernsehen immer noch die Quelle unseres Vertrauens. Was auf der großen Leinwand erscheint, ist das Drehbuch für alle Diskussionen und Nachrichten auf den anderen Plattformen“, erklärt Antonio Wanderley, CEO von „Kantar IBOPE Media“ für die gesamte Region. In Lateinamerika sind neununddreißig Prozent der Fernsehzuschauer der Meinung, dass Werbung neben dem Inhalt auch zu Gesprächen führt. „In Brasilien sind die Zahlen noch aussagekräftiger: sechzig Prozent der Befragten geben an, dass Werbeinhalte einen Einfluss auf die Gesellschaft haben“, so der Experte.

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