„Nubank“: Start eines eigenen Marktplatzes in Brasilien

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Nubank ist ein brasilianisches Unternehmen im Bereich Onlinebanking und Fintech (Foto: NuBank)
Datum: 24. November 2021
Uhrzeit: 18:04 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mit dem Start von „Nubank“ und seinem neuen Marktplatz, einer virtuellen Plattform, auf der sie Produkte und Dienstleistungen von Drittanbietern verkaufen, wird die Expansion der digitalen Giganten Lateinamerikas um ein neues Kapitel erweitert. Am Vorabend seines Debüts an der New Yorker Börse, das enorme Erwartungen in Bezug auf eine mögliche Bewertung von fast fünfzig Milliarden US-Dollar geweckt hat, zielt der Marktplatz der „Nubank“ in Brasilien darauf ab, die Häufigkeit der Nutzung der Anwendung durch die Kunden erheblich zu steigern, was zu einem natürlichen Wachstum der Nutzung von Finanzdienstleistungen auf seiner Plattform führen würde. „Nubank“ ist ein brasilianisches Unternehmen im Bereich Onlinebanking und Fintech. Der Hauptsitz befindet sich in São Paulo, ein Entwicklerbüro in Berlin und ein Büro in Mexiko-Stadt. Anfang 2021 nutzten über achtundvierzig Millionen Nutzer die Dienstleistungen von „Nubank“. Zum selben Zeitpunkt wurde der Wert des Unternehmens auf etwa fünfundzwanzig Milliarden US-Dollar geschätzt.

Der neue Marktplatz arbeitet mit E-Commerce-Giganten wie „Magazine Luiza“ (MGLU3) und dem chinesischen Unternehmen „AliExpress“ zusammen, die als Partner für den Verkauf von Produkten über die Anwendung fungieren. Zu den weiteren Partnern gehören „Dafiti“ und „Allied“, einer der größten Smartphone-Händler des Landes, der unter anderem Marken wie „Samsung“, „Motorola“ und „Xiaomi“ vertreibt. Der Konzern hat bisher nicht mitgeteilt, ob er beabsichtigt Kredite für den Kauf von Produkten auf seinem Marktplatz anzubieten. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht zufolge haben sich die Einnahmen in den neun Monaten bis zum 30. September auf 1,06 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt. Der Verlust im gleichen Zeitraum stieg jedoch auf 99,1 Millionen US-Dollar.

Der Trend zur Expansion der digitalen Großunternehmen in der Region setzt sich immer mehr durch, vor allem in den Bereichen Einzelhandel und Finanzen. Unternehmen wie „MercadoLibre“ und „MercadoPago“, „Rappi“ und sein Joint Venture mit der „Banco Davivienda“ für „RappiPay“ oder „Luiza“ selbst sind für dieses Phänomen verantwortlich, das eine neue Konfiguration in der Branche fördert.

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