Lateinamerika: Andengemeinschaft will Roaming-Gebühren abschaffen

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Die Internationale Organisation in Südamerika hatte bereits kürzlich angekündigt, dass die Bürger der Andenländer, die "La Comunidad Andina" angehören - Ecuador, Peru, Kolumbien und Bolivien - ab dem 1. Januar 2022 ohne zusätzliche Auslandsroaminggebühren zwischen den vier Ländern telefonieren können (Foto: comunidadandina)
Datum: 24. November 2021
Uhrzeit: 19:23 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Generalsekretär der Andengemeinschaft (CAN), Jorge Hernando Pedraza, hat vorgeschlagen, dass lateinamerikanische Bürger von der Zahlung zusätzlicher internationaler Roaming-Gebühren in der gesamten Region befreit werden sollten. Die Internationale Organisation in Südamerika hatte bereits kürzlich angekündigt, dass die Bürger der Andenländer, die „La Comunidad Andina“ angehören – Ecuador, Peru, Kolumbien und Bolivien – ab dem 1. Januar 2022 ohne zusätzliche Auslandsroaminggebühren zwischen den vier Ländern telefonieren können.

„Wir wollen nun eine Ausweitung des Roaming auf ganz Lateinamerika in Betracht ziehen“, so Pedraza in einem Interview. Der Sekretär der Institution erklärte, dass man sich zunächst um eine Ausdehnung des Abkommens auf Chile und Argentinien bemühen werde, um es dann zu gegebener Zeit auf andere Länder auszudehnen. Andererseits erläuterte er seine Vision der Integration, um die Handelsbedingungen in allen Volkswirtschaften der Region zu verbessern. „Die Andengemeinschaft ist heute die solideste Organisation Lateinamerikas und zwar deshalb, weil wir den Weg der Konsolidierung durch Integration wiedergefunden haben und über ein modernes, dynamisches, fortschrittliches, wiederbelebtes und bürgernahes Gebilde verfügen“.

In diesem Rahmen des territorialen Zusammenhalts betonte Pedraza die Bedeutung der Verabschiedung des Anden-Migrationsstatuts, das als Instrument für eine erleichterte Mobilität innerhalb des Territoriums dienen soll. Das Statut würde es den Bürgern der vier Länder erlauben, einhundertachtzig Tage als Touristen in einem anderen Land der Region zu verbringen. Im Einklang mit diesem Integrationsrahmen hat das Sekretariat gerade ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Entwicklungsbank Lateinamerikas unterzeichnet, um den Außenhandel zwischen den Mitgliedsländern zu digitalisieren. Dieser Rahmen für die Zusammenarbeit wird insbesondere die Entwicklung eines Interoperabilitätssystems in den Zollämtern der verschiedenen Länder ermöglichen, das die ständige Verfügbarkeit öffentlicher und digitalisierter Informationen erlaubt.

Jorge Hernando Pedraza bekräftigte auch die Absicht, die Andenregion zu einer „globalen Lebensmittelmacht“ zu machen. „Wir haben 365 Tage im Jahr landwirtschaftliche Produktion (…) Es ist ein Ort auf dem Planeten, an dem permanent Lebensmittel produziert werden und das muss gefördert werden“. Andererseits betonte Pedraza die Absicht, den Tourismus zu reaktivieren, um den Produktionsapparat wiederherzustellen und „der Andengemeinschaft wirtschaftliche Anreize zu geben“. Darüber hinaus erklärte der Sekretär die Absicht der CAN, „neue Märkte zu erobern“. In diesem Zusammenhang wies er auf das jüngste Kooperationsabkommen mit der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hin und betonte auch die Stärkung der Handelsbeziehungen mit der europäischen Welt und den Ausbau der Handelsbeziehungen. Auf dem europäischen Markt – dem zweitgrößten Handelskunden der Andengemeinschaft – hob der Sekretär die Rolle Spaniens als „bevorzugte“ Zugangsstelle zur Europäischen Union für Andenbürger hervor.

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