Lars Rohwer wird politischer Pate für inhaftierten Deutsch-Kubanischen Doppelstaatler

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Der deutsch-kubanische Doppelstaatler Luis Frómeta Compte ist seit dem 11. Juli 2021 in Kuba inhaftiert, weil er einen Protest mit seinem Handy filmte (Fotos: IGFM)
Datum: 11. Dezember 2021
Uhrzeit: 17:14 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Dresdener Bundestagsabgeordnete der CDU, Lars Rohwer übernimmt eine politische Patenschaft für den deutsch-kubanischen Doppelstaatler, der seit dem 11. Juli 2021 in Kuba inhaftiert ist. Rohwer engagiert sich im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung Frómeta Comptes. Der in Dresden lebende Luis Frómeta Compte war im Juli auf Kuba zu Besuch und filmte in Havanna einen der landesweiten Proteste am 11. Juli 2021 mit seinem Handy. In Folge dessen wurde er verhaftet und ins Gefängnis „100 y aldabó“ gebracht. Inzwischen wurde Frómeta Compte ins berüchtigte Gefängnis „Combinado del Este“ verlegt. Unter dem Vorwurf der „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und „Anstiftung zum Aufruhr“ fordert die kubanische Staatsanwaltschaft 24 Jahre Haft. Konsularische Betreuung durch deutsche Diplomaten wurde Luis Frómeta Compte bisher verwehrt, auch Telefonate mit seiner Familie werden ihm nur unregelmäßig gestattet.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, betont: „Wir freuen uns, dass Lars Rohwer für den unschuldig inhaftierten Dresdener Bürger eintritt. Diese politische Patenschaft ist sehr wichtig, denn Luis Frometa soll dafür bestraft werden, dass er mit seinem Handy ein kurzes Video über Gewalt gegen friedliche Demonstranten gedreht hat. Das wollte die kubanische Führung vor den Augen der Öffentlichkeit verbergen. Durch ihren Einsatz für politische Gefangene zeigen deutsche Abgeordnete, dass die politischen Gefangenen nicht vergessen sind und dass das willkürliche Vorgehen der kubanischen Regierung international wahrgenommen und nicht geduldet wird.”

Das kubanische Regime unterdrückt seit Jahrzehnten systematisch alle Bürgerinnen und Bürger, die für Meinungsfreiheit und Demokratie auf Kuba eintreten. Regimekritiker, Oppositionelle oder Künstler sind regelmäßig Einschüchterung, Schikane oder Verfolgung ausgesetzt. Nach den landesweiten Protesten am 11. Juli 2021 wurden weit über 1000 Demonstranten verhaftet, zahlreiche werden noch immer vermisst. Inzwischen wurden bereits über 700 Demonstranten zu Freiheitsstrafen verurteilt, damit ist die Zahl der politischen Gefangenen auf Kuba auf rund 900 Gefangene hochgeschnellt.

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