Embraers „Flying Car“-Tochter will an die Wall Street

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Eve wird 2022 an der New Yorker Börse notiert — Foto: Disclosure/Embraer
Datum: 21. Dezember 2021
Uhrzeit: 15:53 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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„Embraer“ hat die Fusion seiner Elektroflugzeug-Tochter „Eve“ mit der US-amerikanischen „SPAC Zanite“ im Hinblick auf eine mögliche Notierung an der New Yorker Börse (NYSE) im Jahr 2022 abgeschlossen. Die Transaktion hat einen Wert von 2,9 Milliarden US-Dollar und umfasst in einem ersten Schritt die Fusion mit dem Blankoscheckunternehmen (SPAC) „Zanite Acquisition Corp“. Danach wird „Eve“ zusätzliche Investitionen von einer Gruppe erhalten, zu der „Embraer“, „Zanite“, Finanzinvestoren und strategische Partner wie „Azorra Aviation“, „BAE Systems“, „Republic Airways“, „Rolls-Royce“ und „SkyWest Inc“ gehören. Die in den USA notierten Embraer-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um rund vierzehn Prozent und in Brasilien eröffneten die Papiere mit einem Anstieg von mehr als sechzen Prozent.

Neben der Vereinbarung mit „Zanite“ kündigte „Embraer“ bis zu fünfhundert Bestellungen für elektrische Senkrechtstarter von „Eve“ an. Die Bestellungen kommen von „Azorra“ (bis zu zweihundert Einheiten), „Republic Airways“ (bis zu zweihundert Einheiten) und „SkyWest“ (einhundert Einheiten). Darüber hinaus gab das brasilianische Unternehmen eine Vereinbarung mit dem britischen Unternehmen „BAE Systems“ über die Entwicklung von Eve-Flugzeugen für Anwendungen in den Bereichen „Verteidigung und Sicherheit“ bekannt.

Nach den Investitionen von „Embraer“ und „Zanite“ wird „Eve“, das an der „NYSE“ unter dem Kürzel „EveX“ notiert sein wird, über einen Barmittelbestand von fünfhundertzwölf Millionen US-Dollar verfügen, der für die Entwicklung seines elektrischen Lufttaxis verwendet werden soll. Das Unternehmen hat bereits Aufträge im Wert von rund fünf Milliarden US-Dollar für etwa eintausendsiebenhundertfünfundreißig Flugzeuge von siebzehn Kunden erhalten, darunter Leasingunternehmen, Hubschrauberbetreiber und Mitfahrzentralen. „Embraer“ wird auch nach der zusätzlichen Investition einen Anteil von rund achtzig Prozent an „Eve“ halten. Das Geld von „Eve“ sollte ausreichen, um die Entwicklungskosten des Elektroflugzeugs bis zu seiner Zertifizierung, die für 2025 erwartet wird, zu decken.

CEO Gomes Neto geht davon aus, dass „Eve“ mehrere Produktionsstätten haben wird, da das Unternehmen Kunden auf mehreren Kontinenten beliefern muss, aber die Standorte der Fabriken sind noch nicht festgelegt. „Eve“ dürfte bis 2030 einen Umsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar und einen Anteil von fünfzehn Prozent am weltweiten Markt für urbane Luftverkehrsmobilität erzielen.

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