Mega-Deal: „3G Capital“ erwirbt Mehrheitsbeteiligung an „Hunter Douglas“

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Hunter Douglas ist ein niederländischer Hersteller von Jalousien und Verkleidungen für Außenfassaden (Foto: hunterdouglasgroup)
Datum: 03. Januar 2022
Uhrzeit: 16:18 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die brasilianische Private-Equity-Firma „3G Capital“ hat ihr erstes großes Geschäft seit 2015 abgeschlossen und eine Mehrheitsbeteiligung an dem niederländischen Hersteller von Vorhängen, Jalousien und anderen Architekturprodukten „Hunter Douglas“ für rund 7,1 Milliarden US-Dollar erworben. „3G Capital“ ist eine brasilianische Investmentgesellschaft mit Sitz in Rio de Janeiro und für harte Sparmaßnahmen bei den übernommenen Unternehmen bekannt. Die oft als „Halsabschneider“ bezeichnete Firma zeichnete sich für ihre Investitionen in den Lebensmittel- und Getränkesektor durch Unternehmen wie „Kraft Heinz“ aus und wird 198 US-Dollar pro Aktie zahlen, um einen Anteil von fünfundsiebzig Prozent an „Hunter Douglas“ zu erwerben.

Der 1919 von Henry Sonnenberg gegründete Rollladenhersteller beschäftigt weltweit dreiundzwanzigtausend Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Familie Sonnenberg wird mit fünfundzwanzig Prozent an dem Unternehmen beteiligt bleiben. Die Sonnenbergs hatten im Mai 93 US-Dollar pro Aktie geboten, um das Unternehmen an die Börse zu bringen, aber der Vorschlag fand nicht die Unterstützung der Aktionäre. „3G Capital hat großen Respekt vor Hunter Douglas, seinem vielfältigen Markenportfolio und der unermüdlichen Führung der Familie Sonnenberg über drei Generationen hinweg“, so Daniel Schwartz, Co-Managing Partner und Alex Behring, Mitbegründer und Co-Managing Partner von „3G Capital“. Nach Abschluss der Transaktion wird David Sonnenberg die Position des Chief Executive Officer übernehmen und damit die Nachfolge seines 87-jährigen Vaters Ralph Sonnenberg antreten.

„3G“ hat sich im US-Geschäft einen Namen gemacht, indem es große kreditfinanzierte Geschäfte abschloss und anschließend die Kosten senkte. Der vom brasilianischen Milliardär Jorge Paulo Lemann und den brasilianischen Bankiers Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira entwickelte Ansatz wurde bei der Budweiser-Brauerei „Anheuser-Busch InBev“ eingeführt, die durch eine Reihe von Großfusionen zum größten Brauereikonzern der Welt wurde. „3G Capital“ fusionierte 2014 auch die Fastfood-Ketten „Burger King“ und „Tim Hortons“ in einem 11-Milliarden-Dollar-Deal.

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