Kolumbien nächster großer Ökotourismus-Hotspot

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Buckelwal im Departamento Chocó (Foto: Ministerio de Ambiente de Colombia)
Datum: 26. Januar 2022
Uhrzeit: 17:40 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Ökotourismus ist einer der Bereiche der Reiseindustrie, die in den letzten Jahren in Kolumbien an Bedeutung gewonnen haben. Da Kolumbien das Land mit der zweitgrößten Artenvielfalt der Welt ist, gibt es zahlreiche einzigartige Naturschauplätze, die im Einklang mit der Natur und mit Respekt vor ihr besucht werden können. Die renommierte Zeitschrift „Conde Nast Traveler“ hat in einer kürzlich erschienenen Publikation erklärt, warum Kolumbien der nächste große Hotspot für Ökotourismus ist. Neben dem enormen Reichtum an Fauna und Flora wurde die unbestrittene Führungsrolle des südamerikanischen Landes bei der Vogelbeobachtung hervorgehoben, das vier Jahre in Folge zum Weltmeister in der Vogelbeobachtung gekürt wurde und bei der Ausgabe 2020 des Wettbewerbs „Global Big Day“ an einem einzigen Tag 1.288 verschiedene Vogelarten erkannte.

„Conde Nast Traveler“ stellte auch fest, dass die Besucherzahlen in den letzten Jahren gestiegen sind, darunter ein Rekord von 4,5 Millionen im Jahr 2019. „Aber im Gegensatz zu anderen Orten, die als vom Übertourismus ausgebeutet wahrgenommen werden, bemüht sich Kolumbien bewusst darum, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, indem es authentische Erlebnisse und eine nachhaltige, umweltfreundliche Tourismusinfrastruktur aufbaut“, heißt es in der Veröffentlichung. Eine dieser Bemühungen ist das Programm „Natürlicher Reichtum“, das von der nationalen Regierung in Zusammenarbeit mit der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) entwickelt wurde und mit dem eine formelle Verpflichtung zum Schutz der biologischen Vielfalt Kolumbiens durch nachhaltigen Ökotourismus eingegangen werden soll.

Zu den gemeinsam mit USAID durchgeführten Maßnahmen gehört das Schulungshandbuch für Naturführer, das auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen über das biologische Erbe Kolumbiens basiert und sich an lokale Reiseleiter, Dolmetscher und Naturliebhaber richtet. „Kolumbiens umfangreiches Engagement für den Ökotourismus ist von unschätzbarem Wert und seine unglaublichen Vorteile sind im ganzen Land zu sehen“, betonte die Publikation und stellte in diesem Sinne vier authentische Erlebnisse im Land vor, die einem bewusst machen, „warum alle einzigartigen Natur- und Kulturwunder Kolumbiens um jeden Preis erhalten und geschützt werden müssen“.

Guaviare: Entdecken Sie seine archäologischen Funde und die Regenbogenflüsse.

Das Departement liegt im Amazonasbecken und beherbergt archäologische Schätze wie die Höhlenmalereien, die von den Ureinwohnern vor mehr als tausend Jahren hinterlassen wurden. Dies sind die Petroglyphen, die an den Wänden der Höhlen Cerro Azul und Nuevo Tolima gefunden wurden und „lebendige Dschungelszenen, detaillierte menschliche Figuren und Tiergestalten darstellen“. In diesem Gebiet können auch andere natürliche Ziele besucht werden, wie der Caño Lajas, „ein regenbogenfarbener Fluss, der durch einige der ältesten Böden der Erde fließt“, in den Ausläufern der Bergkette La Lindosa.

Erleben Sie ein Abenteuer in der Wildnis von Casanare

Für Wildtierliebhaber ist Casanare im zentralen Hochland ein Traumziel. „Einer der besten Orte, um die unglaubliche Tierwelt der Region zu beobachten, ist La Aurora, das größte private Tierschutzgebiet des Landes und der natürliche Lebensraum von Hunderten von Vogelarten, Kaimanen, Ameisenbären, Wasserschweinen und der Güío, einem Verwandten der Anakonda“.

Agrotourismus durch das Herz des Kaffees

Im Eje Cafetero oder Kaffeedreieck, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Kaffeelandschaft erklärt wurde, kann man in heißen Quellen baden, wunderschöne botanische Gärten besuchen und Kaffeeplantagen inmitten der sanften Andenausläufer besichtigen. Das Projekt Territorio Panaca zielt darauf ab, einen Raum für Natur- und Kulturtourismus in der Eje Cafetero zu schaffen.

Whale-Watching an der Pazifikküste

Jedes Jahr erreichen Buckelwale die Gewässer des Landes, nachdem sie 6.000 Meilen aus der Antarktis zurückgelegt haben. Von Juli bis November schwimmen sie vor der Pazifikküste, wo sie sich paaren und ihre Kälber zur Welt bringen, bevor sie für den Winter in den Süden zurückkehren. „Oft kann man die Wale von der Küste aus mit einem Fernglas beobachten oder sogar mit einer zertifizierten, nachhaltigen Bootstour, die vom Nationalpark Gorgona, der Bucht von Málaga und Nuquí aus startet, ganz nah herankommen“, beschreibt das Magazin.

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