Verunreinigtes Kokain: Mindestens vierundzwanzig Tote in Argentinien – Update

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Einige lokale Medien berichteten, das Kokain sei mit einer giftigen Substanz "gestreckt" worden (Foto: Zoll)
Datum: 03. Februar 2022
Uhrzeit: 12:08 Uhr
Ressorts: Argentinien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mindestens siebzehn Menschen sind in Argentinien nach dem Konsum von verunreinigtem Kokain gestorben. Nach Angaben der Behörden hatten die Drogen „offensichtlich eine giftige Substanz“ entahlten. Die Fälle konzentrieren sich auf mehrere Städte in der weitläufigen Provinz Buenos Aires. Weitere sechsundfünfzig Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert und weitere Personen in acht Gemeinden der Provinz sind wegen des giftigen Kokains in Behandlung.

Laut einem Bericht von „Reuters“ wird die Zahl der Todesopfer – derzeit in den Städten Hurlingham, San Martin und Tres de Febrero – wahrscheinlich noch weiter steigen. Das Gesundheitsministerium der Provinz geht davon aus, dass einige der Opfer an einer Opioidvergiftung litten. Die Zahl derer, die mit schweren Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, steigt ständig. Die Sicherheitskräfte der Provinz nahmen einige Personen fest, die im Verdacht standen, die Droge zu verkaufen, nachdem es am Mittwoch zu den ersten Todesfällen gekommen war.

Einige lokale Medien berichteten, das Kokain sei mit einer giftigen Substanz „gestreckt“ worden, wahrscheinlich von einer Drogenbande, die in einem Revierkampf mit rivalisierenden Gruppen die Kosten senken wollte. „Wir warten auf die Laborergebnisse und die Ergebnisse der Ermittlungen gegen die festgenommenen Personen“, erklärte Sergio Berni, Sicherheitsminister der Provinz, gegenüber dem lokalen Fernsehen.

Update

Nach Angaben der Behörden ist die Zahl der Todesopfer auf „mindestens zweiundzwanzig“ angestiegen, vierundsiebzig Personen befinden sich in Krankenhäusern.

Update, 11. Februar

Laut zwei unabhängigen Gutachten wurde das Kokain mit einem Betäubungsmittel für große Säugetiere wie Elefanten und Nashörner gestreckt. Bei der verwendeten Substanz soll es sich um Carfentanyl handeln, tausendfach stärker als Fentanyl oder Heroin.

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