Abholzung von Wäldern: Historische Anklage in Kolumbien

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Um Platz für Viehweiden zu schaffen werden zunächst kleinere, dann größere Bäume entfernt und dann wird das Feuer genutzt, um Platz für Landwirtschaftsflächen zu schaffen (Foto: Latinapress)
Datum: 13. Februar 2022
Uhrzeit: 13:50 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hat zum ersten Mal den Straftatbestand der Abholzung von Wäldern verwendet, um fünf Personen wegen der Zerstörung von Hunderten von Hektar Land im Amazonasgebiet anzuklagen. Die Polizei hält diese fünf Personen für Mitglieder des Abholzungskartells, das von Marco Aurelio Quiroga Tovar angeführt wird. Sie sollen dreiundachtzig Hektar Wald in Bellavista, im Nationalpark Serranía Los Picachos zwischen San Vicente del Caguán (Caquetá) und La Uribe (Meta) zerstört haben. Der Untersuchung zufolge wurden acht der betroffenen Hektar in den ersten Tagen des Jahres 2022 abgeholzt und die Vegetation in diesem besonders geschützten Gebiet vernichtet, um die landwirtschaftliche Grenze zu erweitern und das Land für die Viehzucht vorzubereiten.

Neben dem Vorwurf der Abholzung hat die Staatsanwaltschaft den Angeklagten auch wegen illegaler Nutzung natürlicher Ressourcen, Eindringen in ein Gebiet von besonderer ökologischer Bedeutung und Brandstiftung angeklagt. Bei den anderen Angeklagten handelt es sich um Lisandro Suárez Atehortúa, der zweihundertfünfunddreißig Hektar Wald auf dem als Nápoles bekannten Land im Tinigua-Nationalpark in der Nähe von La Macarena und La Uribe (Meta) zerstört haben soll und Audelo Granado Tovar, der für die Zerstörung von einundsechzig Hektar auf dem Landgut El Recreo im Tinigua-Nationalpark verantwortlich sein soll.

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