Russland: Cyberangriffe auf Costa Rica

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Die jüngsten Cyberangriffe auf staatliche Computersysteme in Costa Rica zielen darauf ab, das zentralamerikanische Land beim Übergang zur neuen Regierung des gewählten Präsidenten Rodrigo Chaves zu destabilisieren (Foto: tecmundo)
Datum: 22. April 2022
Uhrzeit: 13:06 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die jüngsten Cyberangriffe auf staatliche Computersysteme in Costa Rica zielen darauf ab, das zentralamerikanische Land beim Übergang zur neuen Regierung des gewählten Präsidenten Rodrigo Chaves zu destabilisieren. Dies gab Präsident Carlos Alvarado am Donnaerstag (21.) bekannt. Sechs öffentliche Einrichtungen waren diese Woche von Cyberangriffen betroffen, so die Behörden. Die in Russland ansässige Cyberkriminalitätsgruppe „Conti“ bekannte sich zu den Angriffen und verlangte zehn Millionen US-Dollar als Gegenleistung für die Herausgabe gestohlener oder verschlüsselter Daten aus dem Finanzministerium Costa Ricas, wie lokale Medien berichteten.

„Bei diesem Angriff geht es nicht um Geld, sondern darum, die Stabilität des Landes in einer Übergangssituation zu gefährden. Das wird ihnen nicht gelingen“, bekräftigte Alvarado, der sich darauf vorbereitet, sein Amt aufzugeben, wenn Chaves am 8. Mai die Macht übernimmt. „Der costaricanische Staat wird diesen Cyber-Kriminellen nichts zahlen“, fügte Alvarado in einer Mitteilung an die Medien hinzu. Die Hacker griffen auf historische Steuerzahlerdaten zu, die als „sensibel“ eingestuft wurden, nachdem sie in die Zollplattformen des Finanzministeriums eingedrungen waren, bestätigte Finanzminister Elian Villegas, ohne die Menge der gestohlenen Daten zu nennen.

Einige Plattformen, darunter die der Steuer- und Zollbehörden, blieben mehrere Tage lang außer Betrieb, was zu einem Engpass bei Ein- und Ausfuhren führte. Der Verband der Exporteure des Landes meldete am Mittwoch Verluste in Höhe von zweihundert Millionen US-Dollar. Die Behörden arbeiten immer noch daran, den Schaden zu bewerten, neue Angriffe zu verhindern und die Dienste mit Hilfe von Experten aus privaten Unternehmen, internationalen Organisationen und Ländern wie den Vereinigten Staaten, Spanien und Israel wiederherzustellen. Die US-Behörde für Cybersicherheit und Infrastruktursicherheit (CISA) hatte im März vor Cyberangriffen von „Conti“ gewarnt, das dafür bekannt ist, mit Ransomware-Programmen Millionen von US-Dollar von seinen Zielen zu erpressen.

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