Brasilien: Entitäten kämpfen für die Wahl von schwarzen Frauen

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Die Nichtregierungsorganisation "Central Única das Favelas" (Cufa) und die Nationale Antirassistische Front (FNA) haben die Kampagne "Vote Nelas gestartet (Foto: CUFA Central única das Favelas Jardim Peri)
Datum: 23. August 2022
Uhrzeit: 07:33 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Nichtregierungsorganisation „Central Única das Favelas“ (Cufa) und die Nationale Antirassistische Front (FNA) haben die Kampagne „Vote Nelas“ gestartet. Darin werden die Wähler aufgefordert, für schwarze Frauen zu stimmen. Nur drei von einhundert gewählten Kandidaten in Brasilien sind schwarze Frauen, so die Organisationen. Ziel der Kampagne ist es, mehr schwarze Frauen in Machtpositionen zu bringen und so diese Situation zu ändern. Eine Teilstatistik des Obersten Wahlgerichts (TSE) für die diesjährigen Wahlen ergab, dass dreiunddreißig Prozent der Kandidaturen für politische Ämter von Frauen eingereicht wurden. Diese Zahl ist im Vergleich zu den Wahlen 2018 gestiegen, als die Zahl der weiblichen Kandidaturen 31,8 Prozent betrug.

„Die Kampagne ist überparteilich, versteht aber, dass die Wahl kompetenter schwarzer Frauen eine Verpflichtung für diejenigen ist, die die Veränderungen sehen wollen, die wir bisher nicht gesehen haben“, so CUFA-Koordinatorin Drika Martim in einer Erklärung. Die Vertreterin der Nationalen Antirassistischen Front „Frente Nacional Antirracista“, Anna Karla Pereira, äußerte sich ebenfalls in einer Erklärung. „Wenn wir fast dreißig Prozent der brasilianischen Gesellschaft ausmachen, warum werden dann weniger als drei Prozent von uns gewählt? Dieses Bild muss sich ändern, damit die Gesellschaft auf der Suche nach mehr sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit vorankommt“, bekräftigte sie.

Nach Angaben der Einrichtungen wird die Kampagne während des Wahlzeitraums im ganzen Land persönliche und Online-Sensibilisierungsmaßnahmen durchführen. Zu diesen Aktionen gehören geplante Gesprächskreise, Debatten und Kampagnen in Netzwerken. Um die Kandidatur von Frauen und Schwarzen zu fördern, hat der Kongress außerdem beschlossen, dass die Stimmen von Frauen und Schwarzen bei der Verteilung der Mittel aus dem Wahlfonds und dem Parteifonds an die politischen Parteien ab den diesjährigen Wahlen doppelt gezählt werden. Die Maßnahme wird bis 2030 gelten.

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