Nukleare Bedrohung durch Russland: Biden zitiert Kubakrise

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"Zum ersten Mal seit der Kubakrise haben wir eine direkte Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen, wenn die Dinge tatsächlich so weitergehen wie bisher", so Biden in New York (Foto: President Joe Biden)
Datum: 07. Oktober 2022
Uhrzeit: 06:21 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Drohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Atomwaffen einzusetzen, stellt die größte Gefahr seit der Kubakrise dar. Dies gab US-Präsident Joe Biden bekannt und wiederholte, dass es bisher keine Anzeichen dafür gibt, dass Russland den Einsatz von Atomwaffen vorbereite. Biden machte jedoch am Donnerstag (6.) deutlich, dass er Putin und seine mögliche Reaktion auf die Fortschritte des ukrainischen Militärs im Kampf gegen die russischen Invasoren mit Argusaugen beobachten werde. „Zum ersten Mal seit der Kubakrise haben wir eine direkte Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen, wenn die Dinge tatsächlich so weitergehen wie bisher“, so Biden in New York. „Seit Kennedy und der Kubakrise haben wir nicht mehr die Aussicht auf ein Armageddon gehabt“, fügte er hinzu.

In der Kubakrise von 1962 standen die USA unter Präsident John Kennedy und die Sowjetunion unter ihrem Führer Nikita Chruschtschow kurz vor dem Einsatz von Atomwaffen wegen der sowjetischen Raketen auf Kuba. Putin, so Biden, scherze nicht, wenn er über den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen oder biologischer oder chemischer Waffen spreche, denn sein Militär sei, so könne man sagen, deutlich unterlegen. „Ich glaube nicht, dass man eine taktische Nuklearwaffe einfach einsetzen kann, ohne dass es zu einem Armageddon kommt“, glaubt Biden und sucht nach einem diplomatischen Ausweg. „Wir versuchen herauszufinden, was Putins Ausweg ist… Wo findet er einen Ausweg? Wie kann er sich in eine Position bringen, in der er nicht nur sein Gesicht, sondern auch erhebliche Macht in Russland verliert“.

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