Nettogewinn von „MercadoLibre“ in Lateinamerika steigt

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"MercadoLibre", Lateinamerikas größte E-Commerce-Plattform, wird die Verwendung von Kryptowährungen auf dem brasilianischen Markt über seine digitale Zahlungs-App "MercadoPago" ermöglichen (Foto: MercadoPago)
Datum: 04. November 2022
Uhrzeit: 06:14 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der südamerikanische E-Commerce-Riese „MercadoLibre“ hat am Donnerstag (3.) für das dritte Quartal einen um sechsunddreißig Prozent höheren Nettogewinn als im Vorjahr gemeldet. Der in Argentinien ansässige Konzern, der in Ländern in ganz Lateinamerika tätig ist, verzeichnete einen Quartalsgewinn von 129 Millionen US-Dollar. Mehr Kreditkunden und Zahlungen über QR-Codes und mobile Terminals in Brasilien, Argentinien und Mexiko trugen dazu bei, dass die Zahl der Nutzer stieg und der Umsatz der Fintech-Einheit „MercadoPago“ um vierundneunzig Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar zulegte. „Mercado Pago wächst exponentiell, was das Potenzial für die Entwicklung und den Ausbau von Finanzdienstleistungen in der Region unterstreicht“, gab Finanzchef Pedro Arnt in einer Erklärung bekannt.

Das Kreditportfolio des Unternehmens erreichte im Berichtsquartal 2,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorquartal, da es sein Kreditgeschäft ausweitete. Im Laufe des Quartals hat „MercadoLibre“ nach eigenen Angaben vier Millionen neue Nutzer hinzugewonnen, wodurch die Zahl der aktiven Nutzer um zwölf auf achtundachtzig Millionen gestiegen ist. Dies trug dazu bei, dass die Nettoeinnahmen währungsbereinigt um einundsechzig Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar stiegen und damit den Schätzungen von Refinitiv entsprachen. Der Gewinn pro Aktie stieg unterdessen um vierundreißig Prozent auf 2,57 US-Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 2,23 US-Dollar. Das Bruttowarenvolumen (GMV), eine wichtige Kennzahl in der E-Commerce-Branche, stieg währungsbereinigt um zweiundreißig Prozent (achtzehn Prozent in US-Dollar) auf 8,6 Milliarden US-Dollar.

Das Wachstum hat sich damit gegenüber den explosionsartigen Zuwächsen, die während der Pandemiezeit erreicht wurden, weiter verlangsamt, da die Kunden wieder vermehrt in die physischen Geschäfte zurückkehrten. Die steigende Inflation und die hohen Zinssätze haben auch die Geldbörsen der Kunden belastet, was sich auf den E-Commerce in der Region ausgewirkt hat, erklärte Andre Chaves, Senior Strategy VP, gegenüber „Reuters“ nach der Veröffentlichung der Ergebnisse. Trotzdem sagte Chavez, dass „MercadoLibre“ in Brasilien, wo das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktanteile gewinnt, eine Expansion in den Supermarktbereich anstrebt, ein Segment, das seit der Pandemie ein massives Wachstum verzeichnet.

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