Peru: Wissenschaftler entdecken eine neue Hirschgattung

hirsch

Ein internationales Team von Wissenschaftlern bestätigte die Existenz einer neuen Hirschart, die in den Anden im Norden Südamerikas lebt (Foto: | Instituto Humboldt)
Datum: 02. Februar 2026
Uhrzeit: 13:46 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein internationales Team von Wissenschaftlern bestätigte die Existenz einer neuen Hirschart, die in den Anden im Norden Südamerikas lebt. Das Forschungsinstitut für biologische Ressourcen Alexander von Humboldt unter der Leitung des Biologen Héctor E. Ramírez-Chaves gab bekannt, dass das zuvor als Mazama rufina identifizierte Exemplar tatsächlich zu einer unabhängigen evolutionären Linie gehört. Diese Entdeckung, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Zootaxa veröffentlicht wurde, ordnet die Art unter dem Namen Andinocervus rufinus ein. Die taxonomische Neuklassifizierung erfolgte nach umfassenden genetischen und morphologischen Analysen, die eine enge Verwandtschaft mit der Gattung Mazama ausschlossen. Diese Entdeckung stellt einen grundlegenden Fortschritt für das Verständnis der Evolution südamerikanischer Hirsche in kritischen Ökosystemen wie Hochmooren und Bergwäldern dar. Darüber hinaus unterstreicht die Anerkennung dieses Hirsches als einzigartige biologische Einheit die Bedeutung der regionalen Artenvielfalt und macht die Notwendigkeit einer Aktualisierung der derzeitigen Schutzstrategien deutlich.

Der Andinocervus rufinus ist eines der kleinsten Hirsche in Lateinamerika und insbesondere in Südamerika. Dieses Tier wiegt zwischen 10 und 15 Kilogramm und hat eine Körperlänge von 85 bis 90 cm. Sein Aussehen umfasst ein rötliches Fell, schwarze Gliedmaßen und eine dunkle Maske im Gesicht mit weißen Flecken am Kinn und an der Nase. Die taxonomische Identität dieser Art beruht auf einem spezifischen anatomischen Merkmal: einer extrem tiefen Tränengrube im Schädel. Dieses Knochenmerkmal ermöglicht die Unterscheidung von anderen ähnlichen Hirschen. Dank dieses morphologischen Details konnten die Forscher seine aktuelle Klassifizierung und seine Trennung von anderen Gruppen festlegen. Sein Lebensraum umfasst die Bergwald- und Páramo-Ökosysteme in den nördlichen Anden. Die Art lebt in einer Höhenlage von 1.000 bis 3.700 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist vor allem in Peru, Kolumbien, Ecuador und Venezuela verbreitet.

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