Die brasilianische Regierung wird zwei Schutzgebiete im Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde, um 70 % vergrößern, wie der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva vor kurzem bekanntgab. Es handelt sich um die Gesamtfläche des Nationalparks Pantanal Matogrossense und der Ökologischen Station Taiamã, die um weitere 104.200 Hektar erweitert wird. Dies bedeutet eine Erhöhung der Gesamtfläche des unter Schutz stehenden Feuchtgebiets von 4,7 % auf 5,4 %, wie das brasilianische Umweltministerium in einer Erklärung mitteilte. Die Behörde erklärte, dass die Erweiterung die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems gegenüber dem Klimawandel sowie den Schutz bedrohter Arten und Fischbrutgebiete „stärkt“. Zudem stärkt die Entscheidung dank der Aufstockung der Feuerwehrbrigaden die Maßnahmen zur Brandbekämpfung, eine der größten Bedrohungen für das Feuchtgebiet.
Die Ankündigung der Erweiterung erfolgte durch Präsident Lula während der Eröffnungszeremonie der 15. UN-Konferenz über wandernde Arten (COP15) in der Stadt Campo Grande, die als Tor zum Pantanal gilt. „Ohne den Schutz der Biodiversität wird es in Lateinamerika keinen dauerhaften Wohlstand geben“, erklärte er. Das Pantanal, das von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt ist und das Brasilien gemeinsam mit Paraguay und Bolivien teilt, ist Lebensraum für Hunderte von Tierarten wie den Jaguar, den Tapir und den Ameisenbären. Laut der Mitteilung der Institution wird diese Erweiterung nicht nur den Schutz des Ökosystems vor dem Klimawandel stärken, sondern auch darauf abzielen, vom Aussterben bedrohte Arten und wichtige Fischbrutgebiete zu erhalten. Darüber hinaus verstärkt die Entscheidung die Maßnahmen zur Bekämpfung von Bränden, einer der größten Bedrohungen für das Pantanal. Dies wird durch die Aufstockung der eingesetzten Feuerwehrbrigaden ermöglicht.







© 2009 – 2026 agência latinapress ist ein Angebot von
Für diese News wurde noch kein Kommentar abgegeben!