Eine neue Studie der U.S. Travel Association kommt zu dem Ergebnis, dass Besucher der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 voraussichtlich länger bleiben und deutlich mehr ausgeben werden als typische internationale Reisende, was für Reiseziele in den gesamten Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ein großes wirtschaftliches Potenzial bietet. Internationale Besucher werden voraussichtlich mehr als 5.000 US-Dollar pro Person ausgeben, was etwa dem 1,7-Fachen der durchschnittlichen Ausgaben von Einreisenden entspricht. Die Untersuchung zeigt zudem, dass jeder dritte Besucher plant, länger als zwei Wochen zu bleiben, während mehr als 80 % offen dafür sind, Reiseziele außerhalb der großen Ankunftsstädte zu erkunden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Turnier die Tourismusausgaben unter günstigen Bedingungen breiter verteilen könnte.
Die Studie stützt sich auf Reiseabsichten von Fußballfans aus 10 Schlüsselmärkten in Nordamerika, Europa und Lateinamerika. Sie hebt hervor, dass die Weltmeisterschaft 2026 längere Aufenthalte, höhere Ausgaben und breitere Reisemuster über die Austragungsstädte hinaus fördern könnte. „Diese Untersuchung zeigt, dass Besucher nicht nur wegen der Spiele kommen, sondern um Amerika zu erleben“, sagte Geoff Freeman, Präsident und CEO der U.S. Travel Association. „Vorbereitet und gastfreundlich zu sein, ist nicht nur gut für die Besucher. Es stärkt unsere Wirtschaft, sichert 15 Millionen Arbeitsplätze und festigt die Werte, die wir als Nation teilen.“ Der Bericht warnt jedoch davor, dass mehrere Faktoren die volle wirtschaftliche Wirkung einschränken könnten. Sicherheitsbedenken haben sich als zentrales Thema unter potenziellen Besuchern herausgestellt, wobei die Studie die Bedeutung der mit der Veranstaltung verbundenen Investition von 600 Millionen Dollar in die innere Sicherheit hervorhebt.
Auch die Wahrnehmung der Einreisebestimmungen könnte Reiseentscheidungen beeinflussen. Rund 34 % der Befragten äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Erhöhungen der Visumantragsgebühren, während 32 % die vorgeschlagenen Social-Media-Anforderungen für den Antrag auf das Electronic System for Travel Authorization (ESTA) nannten. Diese Maßnahmen wurden zwar noch nicht umgesetzt, doch die Studie legt nahe, dass Fehlwahrnehmungen die Nachfrage dennoch beeinträchtigen könnten. Die U.S. Travel Association erklärt, dass eine klare Kommunikation der Einreisebestimmungen sowie Bemühungen, die historisch niedrigen Kriminalitätsraten hervorzuheben, entscheidend sein werden, um Interesse in konkrete Reisepläne umzuwandeln. „Im Sport tritt man nicht unvorbereitet zur Meisterschaft an. Die Weltmeisterschaft 2026 ist Amerikas großer Moment – das größte Sportereignis der Geschichte, auf unserem Boden, unter den Augen der ganzen Welt“, fügte Freeman hinzu. „Die Nachfrage ist da. Die Fans kommen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Washington sicherstellt, dass wir bereit sind, zu gewinnen.“
Die Ergebnisse positionieren die Weltmeisterschaft 2026 als große Chance nicht nur für die Austragungsstädte, sondern auch für kleinere Reiseziele, die von verlängerten Aufenthaltsdauern der Besucher profitieren könnten. Branchenführer fordern die politischen Entscheidungsträger auf,Einreisebarrieren zu beseitigen und sicherzustellen, dass die Verkehrssysteme im Vorfeld des Turniers mit voller Kapazität funktionieren. Angesichts des nahenden Termins unterstreicht die Studie, dass Vorbereitung, Wahrnehmung und Politik eine entscheidende Rolle dabei spielen werden, wie viel der prognostizierten Tourismusnachfrage sich in tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinnen niederschlägt.







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