Bolivien: Unsere Lebenshaltungskosten als Familie in La Paz► Seite 2

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Datum: 09. Mai 2011
Uhrzeit: 09:53 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Sascha Blodau
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Dazu kommen halt noch alle paar Tage einige Sachen, die man frisch kaufen muss. Über den Daumen gerechnet kann man aber sagen, dass wir mit 50 Euro pro Woche ganz gut hinkommen, ohne dass wir uns einschränken müssen. Als Familie wohlgemerkt. Es gibt hier sogar sehr viele Leute, die mit viel weniger Geld auskommen müssen. Wir leben hier wie in einem ganz normalen Viertel und kaufen die Sachen dadurch sehr günstig auf dem täglichen Markt oder in den Geschäften der Umgebung. Ab und zu geht man auch mal zum Arzt, gerade mit den Kindern. Der Kinderarzt kostet 6 Euro pro Besuch, Nachbehandlung und Kontrolle mit inbegriffen.

Karies gibt es auch in Bolivien, der Zahnarzt nimmt für eine Füllung mit einem deutschen Komposit – Füllstoff etwa 15 Euro. Darauf gibt er auch 10 Jahre Garantie. Es gibt auch wahlweise Zahnfüllstoffe aus Südamerikanischer Produktion, die noch viel günstiger sind aber eine Garantie gibt es nicht darauf. Eine Krankenversicherung die solche Behandlungen abdeckt gibt es nach Auskunft der Ärzte nicht. Als Hauptverkehrsmittel benutzen wir die Minibusse die hier kreuz und quer durch die Stadt fahren, diese kosten ca. 0:15 Euro pro Person und Fahrt.

Wenn man ab und zu mal ein Taxi benötigt kostet es etwa 1.50 Euro pro Fahrt. Das meiste Geld geben wir für die deutsche Schule unserer Kinder aus, wobei der Schultransport auch noch mal ca. 50 Euro kostet.

Man kann also sagen, dass wir mit einer Pauschale von 550 EURO, inklusive Schulgeld, ganz gut über den Monat kommen.

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Sascha Blodau hat im Jahr 2010 seinen Lebensmittelpunkt nach Bolivien verlagert. In seiner Kolumne berichtet er über das Abenteuer „Auswandern“ und die Herausforderungen des täglichen Lebens im südamerikanischen Binnenstaat.

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  1. 1
    Dominik

    Liebe Verfasserin

    Ich lebe seit einigen Jahren in La Paz und war sehr erstaunt über Ihren Artikel. Nehmen Sie mir meine Anmerkung bitte nicht übel, aber die von Ihnen genannten Zahlen sind teilweise weit entfernt von jeder Realität. Um potenzielle Auswanderer vor Fehleinschätzungen zu schützen, möchte ich daher Ihre Aussagen relativieren.
    Wohnungen mit 150qm für 150USD Miete im Monat sind in La Paz nur in Armenvierteln zu finden. In Mittelklasseviertel bewegt sich die Miete zwischen 200 und 400 USD, in der Zona Sur zwischen 400 und 700 USD. Ihre Preise für Essen gehen, Lebensmittel kaufen und Arztbesuche sind ebenfalls leicht bis massiv zu niedrig angesetzt. Alles in Allem muss man für eine 4-köpfige Familie inklusive deutsche Schule realistisch etwa vom doppelten (1100,- EUR) Ihrer veranschlagten Summe ausgehen um in La Paz gut leben zu können.

    Liebe Grüße

    Dominik

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