Tierwelt in Lateinamerika: Der Weiße Hai► Seite 2

Datum: 13. Mai 2011
Uhrzeit: 06:07 Uhr
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Autor: Redaktion
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Anzutreffen ist der Weisse Hai rund um den Erdball herum in allen gemässigten, subtropischen und tropischen Meeren und Ozeanen, so auch im Mittelmeer. Vorzugsweise schwimmt er in küstennahen Gewässern von Kontinenten wie auch Inseln der gemässigten Klimazone umher. Vor allem grössere Individuen durchstreifen aber auch gern subtropische und tropische Gewässer, und einzelne Individuen besuchen mitunter sogar kalte, polare Gewässer.

Im Bereich von Küsten dringt der Weisse Hai seiner Grösse zum Trotz bis zur Brandungszone, also in sehr seichtes Wasser, vor. Mehrheitlich bewegt er sich aber in tiefergründigem Wasser über einem Kontinentalsockel oder an dessen Abhang umher. Dort hält er sich im Allgemeinen entweder in den oberflächennahen Wasserschichten oder aber direkt über dem Meeresboden auf und meidet die mittleren Wasserschichten.

Im westlichen Atlantik kommt der Weisse Hai regelmässig im Bereich der Kleinen Antillen vor, so auch bei Saint Vincent, dem Ausgabeland der vorliegenden Briefmarken. Ebenfalls häufig anzutreffen ist er in den Küstengewässern Nordamerikas, von Neufundland (Kanada) südwärts bis Florida (USA), ferner im nördlichen Bereich des Golfs von Mexiko, bei den Bahamas und bei Kuba sowie, weiter südlich, in den Küstenbereichen Brasiliens, Uruguays und Argentiniens.

Ein warmblütiger Fisch
Dass der Weisse Hai eine praktisch weltweite Verbreitung hat, verdankt er zu einem wesentlichen Teil seiner Fähigkeit, die Temperatur in gewissen Bereichen seines Körpers um zehn bis zwölf Grad Celsius höher zu halten als die des umgebenden Wassers. Er ist also kein wirklich wechselwarmes, allein von der Umgebungstemperatur geprägtes Geschöpf wie die meisten anderen Haiarten. Dank dieser Fähigkeit kann der Weisse Hai in Gewässern umherschwimmen, in welchen andere Haie vor Kälte erstarren und sterben würden. Ausserdem vermag er, dank stets warmem «Motor», jederzeit stark zu beschleunigen, was bei der Jagd sehr dienlich ist. Die «Warmblütigkeit» hat zwar ihren Preis: Sie verzehrt viel Energie und erfordert darum die Aufnahme besonders energiereicher, das heisst möglichst fettreicher Nahrung. Auf die Beschaffung solchen Futters ist der Weisse Hai jedoch bestens eingerichtet: Er ist ein mächtiger, höchst erfolgreicher Beutegreifer.

Das Nahrungsspektrum des Weissen Hais ist sehr breit. Es reicht von Wirbellosen wie Quallen, Krebstieren und Tintenfischen über Knochen- und Knorpelfische einschliesslich anderer Haie bis hin zu Meeressäugetieren wie Robben, Delfinen und weiteren kleineren Waltieren. Auch Meeresschildkröten erjagt er mitunter. Meeresvögel greift er zwar häufig an und verletzt oder tötet sie, doch verspeist er sie kaum je.

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