Tierwelt in Lateinamerika: Der Weiße Hai► Seite 6

Datum: 13. Mai 2011
Uhrzeit: 06:07 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Tiere legen enorme Distanzen zurück

Legenden

Der Weisse Hai (Carcharodon carcharias) ist ein mächtiger Fisch. Den Grössenrekord unter denjenigen Exemplaren, welche zuverlässig vermessen wurden, hält ein Weibchen, das 1945 bei Kuba gefangen worden war: Es war 6,4 Meter lang und 3,3 Tonnen schwer. Im Allgemeinen weisen erwachsene Individuen eine Länge von 4 bis 5 Metern und ein Gewicht von bis zu 2 Tonnen auf.

Der Weisse Hai ist ein echter Weltenbürger. Anzutreffen ist er rund um den Erdball herum in allen gemässigten, subtropischen und tropischen Meeren und Ozeanen. Verschiedene Indizien lassen vermuten, dass er entgegen der allgemeinen Vorstellung keineswegs als Einzelgänger lebt, sondern in Trupps mit fester Rangordnung umherstreift und somit als geselliges Tier zu bezeichnen ist.

Gelegentlich nähert sich der Weisse Hai einem Beutetier horizontal knapp unter der Wasseroberfläche, wobei ein Teil seiner Rückenflosse aus dem Wasser ragt. Häufiger jedoch greift er mehr oder weniger vertikal aus der Tiefe an. Seine Geschwindigkeit ist dabei so hoch, dass er oft mitsamt seinem Opfer vollständig über die Meeresoberfläche hinaus schiesst.

Das Nahrungsspektrum des Weissen Hais ist überaus breit. Es reicht von Quallen und Tintenfischen bis hin zu Delfinen und anderen kleineren Waltieren. Vorzugsweise bejagt der tagaktive Beutegreifer allerdings Robben, insbesondere Seelöwen und Seebären. Hier ist seinem Angriff – vor den Augen überraschter Touristen – ein Südafrikanischer Seebär (Arctocephalus pusillus) knapp entronnen.

Die Population des Weissen Hais ist in den vergangenen Jahrzehnten weltweit stark geschrumpft und weiterhin rückläufig. Hauptursache hierfür ist die erbarmungslose Bejagung durch den Menschen, einerseits zwecks Gewinnung seiner wertvollen Flossen, Zähne und weiterer Körperteile, andererseits weil er als «Menschenfresser» verrufen ist. Die Art steht heute in der Kategorie «Verletzlich» auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.

 

Für agência latina press
Markus Kappeler

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2025 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!