Lateinamerika: „FRUIT LOGISTICA 2015“ wartet mit Rekordzahlen auf

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FRUIT LOGISTICA ist eine der internationalsten Messen weltweit (Foto: FruitLogistica)
Datum: 04. Februar 2015
Uhrzeit: 14:35 Uhr
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Autor: Redaktion
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Mit 2.750 Ausstellern aus 83 Ländern, das sind rund 150 Aussteller mehr als im Vorjahr, wird die „FRUIT LOGISTICA 2015“ das bedeutendste und umfassendste Branchentreffen des globalen Fruchthandels, das es jemals gegeben hat. 90 Prozent der AusstellerM (Mexiko, Argentinien, Peru, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Costa Rica, Guatemala, Uruguay) und rund 80 Prozent der über 60.000 erwarteten Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern kommen aus dem Ausland. Das macht die FRUIT LOGISTICA, die vom 4. bis 6. Februar in Berlin stattfindet, zu einer der internationalsten Messen weltweit. Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Es gibt weltweit kaum eine Leitmesse, die eine so unumstrittene Führungsposition inne hat wie die FRUIT LOGISTICA. Das unterstreichen nicht nur die erneuten Rekordzahlen, sondern auch der Status der FRUIT LOGISTICA als wichtigste Business-, Innovations- und Informationsplattform der Frischfruchtbranche.“

Zur „FRUIT LOGISTICA 2015“ erscheint zum ersten Mal „Spotlight“. Diese exklusive Übersicht von Premieren und Neuheiten bietet Ausstellern der Leitmesse des internationalen Frischfruchthandels die Möglichkeit, ihre neuen und weiterentwickelten Produkte und Dienstleistungen in Wort und Bild vorzustellen. „Spotlight“ richtet sich an Fachbesucher, die ihren Messebesuch so noch gezielter planen können, und zur journalistischen Nutzung an Medien. Bereits bei der Premiere beinhaltet „Spotlight“ insgesamt 70 Beiträge, darunter 34 Welt- und 9 Europapremieren.

Portugal, offizielles Partnerland der FRUIT LOGISTICA 2015, hat seinen bislang stärksten Auftritt angekündigt. Auf den rund 600 Quadratmetern des portugiesischen Pavillons werden sich die wichtigsten Exporteure des Landes präsentieren. Das Land am Atlantik will nicht nur seine Bekanntheit weiter steigern, sondern auch seine Position als Lieferant von Qualitätsprodukten für den internationalen Einkauf unterstreichen. Das Exportvolumen von Obst und Gemüse aus dem südeuropäischen Land wächst beständig und steigerte sich in den vergangenen drei Jahren um 26 Prozent – von 780 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 983 Millionen Euro im Jahr 2013. Diese von Portugal Fresh, dem Verband der Obst-, Gemüse- und Blumen-Exporteure, veröffentlichten Zahlen belegen, dass das Land Marktvorteile auf dem Weltmarkt gewinnt, die vor allem auf Produkte mit hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zurückzuführen sind. Im vergangen Jahr hat Portugal Obst und Gemüse im Wert von 2,6 Milliarden Euro produziert, wobei die Exporte rund eine Milliarde Euro ausmachten.

Nach aktuellen Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI), Bonn, wurden weltweit im Jahr 2014 circa 970 Millionen Tonnen Gemüse (ohne Melonen) und etwa 820 Millionen Tonnen Obst (mit Melonen) erzeugt. Sowohl die Obstproduktion als auch die Gemüseproduktion sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Obsternte der EU fiel im Jahr 2014 mit knapp 38 Millionen Tonnen fast genauso hoch aus wie im Vorjahr. Bei Gemüse dürfte die Ernte 2014 in der EU mit circa 63 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent gestiegen sein.

Dem ernteschwachen Vorjahr folgten 2014 in nahezu der gesamten deutschen Obstproduktion sehr hohe Erntemengen. Eine starke Konkurrenz innerhalb des Sortiments sorgte für Preisdruck, aber auch für sehr große Absatzmengen. Mit knapp 1,4 Millionen Tonnen erreichte man fast das Niveau der Rekordernte des Jahres 2009/10. Bei Äpfeln wurde zum ersten Mal seit jener Saison wieder das volle Ertragspotenzial genutzt, die Ernte überschritt die Grenze von einer Million Tonnen. Die Marktproduktion von Gemüse erreichte 2014 nach AMI-Schätzung mit 3,9 Millionen Tonnen (+ 14 Prozent) das bislang höchste Ergebnis der letzten 25 Jahre. Die deutschen Frischgemüseimporte sind 2014 wahrscheinlich geringfügig gesunken und beliefen sich nach AMI-Schätzung auf knapp 3,1 Millionen Tonnen. Im Jahr 2013 war mit knapp 3,2 Millionen Tonnen ein Einfuhrrekord erreicht worden. Die Niederlande und Spanien sind nach wie vor die wichtigsten Lieferanten für Frischgemüse. Beide Länder zusammen bringen es auf fast zwei Drittel der Gesamteinfuhr.

Die deutschen Frischobsteinfuhren dürften 2014 den Rekordwert aus dem Vorjahr (5,2 Millionen Tonnen) nicht ganz erreichen. Besonders Obstarten der gemäßigten Breiten wurden weniger importiert, bei den Südfrüchten blieb die Menge fast konstant. Vor allem Bananen haben sich gut behauptet.

Die Privathaushalte in Deutschland kauften im Jahr 2014 mit 85,4 Kilogramm je Haushalt knapp zwei Prozent weniger Frischobst ein und gaben dafür mit 153,56 Euro knapp fünf Prozent weniger aus. Der zuletzt deutliche Preisanstieg für Frischobst setzte sich 2014 also nicht fort. Äpfel, Bananen und Orangen werden in Deutschland in größter Menge eingekauft. Dabei haben Äpfel und Orangen 2014 verloren, während Bananen sich gehalten haben. Deutlich verloren haben Tafeltrauben, wofür eine verregnete Saison in Italien mit verantwortlich war. Unter den wenigen Gewinnern bei den Top Ten Frischobstarten nehmen Birnen einen besonderen Platz ein. Mit 70,3 Kilogramm je Haushalt stieg der Konsum von Frischgemüse um knapp zwei Prozent. Die Verbraucherausgaben sanken dagegen um gut ein Prozent auf 147,76 Euro. Tomaten, Möhren und Zwiebeln sind von der Einkaufsmenge her nach wie vor die bedeutendsten Produkte, alle drei mussten aber leichte Einbußen bei der Einkaufsmenge verzeichnen. Deutliche Zuwachsraten verzeichneten die dann folgenden Gurken und Paprika. Den höchsten relativen Zuwachs gab es aber beim Spargel, der von einer reichlichen Inlandsernte profitierte.

Die Top Ten der beliebtesten Obst- und Gemüsesorten der Deutschen
Beim Frischobst betrug die Einkaufsmenge pro Privathaushalt in Deutschland 2014 bei Äpfeln 18,5 Kilogramm, Bananen (15,6 Kilogramm), Orangen (9,3 Kilogramm), Easy Peeler (6,6 Kilogramm), Trauben (4,8 Kilogramm), Erdbeeren (4,4 Kilogramm) Melonen (4,4 Kilogramm), Birnen (3,2 Kilogramm, Nektarinen (3,0 Kilogramm) und Ananas (2,1 Kilogramm). Beim Frischgemüse betrug die Einkaufsmenge pro Privathaushalt in Deutschland 2014 bei Tomaten 11,4 Kilogramm, Möhren (8,3 Kilogramm), Zwiebeln (7,5 Kilogramm), Gurken (7,4 Kilogramm), Paprika (5,9 Kilogramm), Eissalat (3,1 Kilogramm), Spargel (2,4 Kilogramm), Blumenkohl (2,0 Kilogramm), Porree (1,7 Kilogramm) und Zucchini (1,7 Kilogramm).

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