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Sylvester in Peru: Pisco statt Champagner

pisco

Die Hauptstadt Lima ist das ganze Jahr über eine wahre Hochburg des guten Essens und Trinkens (Fotos: PROMPERÚ)
Datum: 09. Dezember 2016
Uhrzeit: 11:04 Uhr
Ressorts: Peru, Welt & Reisen
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Das Jahresende nähert sich mit Riesenschritten, und damit auch die Frage: „Was machen wir eigentlich an Silvester?“ Fondue, Bleigießen und Feuerwerk sind zwar eine feine Sache, doch können auch andere Länder mit spannenden Traditionen aufwarten. Peru mit seinen vielfältigen Regionen und zahlreichen Bräuchen und Traditionen bietet beispielsweise eine Silvesterparty für jeden Geschmack. Die Hauptstadt Lima ist das ganze Jahr über eine wahre Hochburg des guten Essens und Trinkens. Das ist zum Jahresende nicht anders. Die zahlreichen preisgekrönten Gourmettempel der Stadt bieten für Foodies ein edles Ambiente für den Jahresausklang und die Gelegenheit, sich von Starköchen wie Gastón Acurio oder Virgilio Martínez ein unvergessliches Silvestermenü kredenzen zu lassen. Statt mit Sekt oder Champagner wird hier mit einem Chilcano, einem erfrischenden Longdrink mit Pisco, Limette und Ginger Ale, angestoßen, bevor es gilt, bei tropischen Temperaturen die Nacht in der Pazifikmetropole zum Tag werden zu lassen.

Die weiße Stadt Arequipa mit ihren stets frühlingshaften Temperaturen ist auch zum Jahreswechsel eine gute Wahl. Die zahlreichen Dachterrassen der liebevoll restaurierten Kolonialbauten im Stadtzentrum bieten einen hervorragenden Blick auf das spektakuläre Feuerwerk in der Altstadt, und die guten Vorsätze können am 1. Januar direkt bei einer ausgiebigen Wanderung im nahegelegenen Colca Canyon in die Tat umgesetzt werden.

Wer auf der Suche nach einer ruhigen und naturberlassenen Alternative ist, der ist in Iquitos im Amazonasregenwald gut aufgehoben. Statt Böllern ertönen hier die Geräusche exotischer Vögel und Brüllaffen und die gegrillte Paiche mit Reis und Kochbananen schmeckt als Silvestermenü noch viel köstlicher, wenn sie zuvor selbst geangelt wurde.

Cusco im Hochland, der sogenannte Nabel der Welt, ist einer der geschichtsträchtigsten Orte der Welt, bietet aber neben viel Kultur auch ein herausragendes gastronomisches Angebot als perfekten Rahmen für den Silvesterabend. Die Inka feierten übrigens Neujahr nicht am 1. Januar sondern im Juni, um die Sonne und die länger werdenden Tage zu ehren.
Ein Ausflug zur Inkastätte Machu Picchu ist ein würdevoller und magischer Abschluss für das alte Jahr, bevor die ausgelassene Feier beginnt.

strand

Auch Silvester am Strand ist in Peru möglich: Piura und Tumbes im Norden des Landes sind gleich zwei Strandziele par excellence. Die wilden Wellen des Pazifiks laden zum Surfen ein, während der lange Sandstrand den Sonnenanbetern vorbehalten bleibt. Bei einem köstlichen Fisch- oder Meeresfrüchtegericht und mit einem tropischen Cocktail in der Hand findet das alte Jahr ein gutes Ende, bevor die Januarsonne über dem Pazifik aufgeht.

Doch so vielfältig die Destinationen in Peru auch sind, im ganzen Land wird Silvester am liebsten im Kreis Familie gefeiert. Viele Peruaner tragen bei der Feier gelbe Unterwäsche, die Glück für das kommende Jahr bringen soll. Nähert sich die Uhr Mitternacht, zählen alle gemeinsam die letzten Sekunden herunter und stoßen anschließend an – je nach Gusto mit Sekt, Champagner oder Cocktails mit Pisco. Wie in Spanien ist es auch in Peru üblich, 12 Trauben zu essen und sich dabei etwas zu wünschen. Wer mit einem leeren Koffer um den Block zieht, hofft damit auf zahlreiche Reisen im kommenden Jahr. Künftige Brautpaare werden beim Betreten des Zimmers mit Reis beworfen. Nach Mitternacht ist es auch Zeit, das alte Jahr mit all seinen Sorgen und Ärgernissen in Form von selbstgebastelten Puppen aus Pappe, Papier und Stoffen zu verbrennen. Erst dann geht es zu Tisch, dort wird meist ein Truthahn, ein Spanferkel oder Hühnchen gereicht.

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  1. 1
    Hp. Widmer

    Ich fress einen Besen, das erste Bild ist nicht von Lima sondern von Cusco!

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