75 Tode durch Unwetter in Peru: Erdrutsch zerstört fast komplettes Dorf – Update

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Die Ortschaft Barba Blanca liegt im Distrikt Callahuanca in der Provinz Huarochirí (Fotos: Twitter/Facebook)
Datum: 19. März 2017
Uhrzeit: 14:36 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das südamerikanische Land Peru wird von den Folgen des Klimaphänomens „Niño Costero“ (Küsten-Niño) erschüttert. Mindestens 72 Menschen sind seit Jahresbeginn ums Leben gekommen, Zehntausende sind obdachlos, Millionen fürchten um ihre Trinkwasserversorgung. Nach Angaben der Behörden sind insgesamt knapp 600.000 Menschen von den Überflutungen betroffen, am Samstagabend (18.) Ortszeit hat ein Erdrutsch fast ein komplettes Dorf zerstört.

Die Ortschaft Barba Blanca liegt im Distrikt Callahuanca in der Provinz Huarochirí und erstreckt sich von der Metropole Lima aus in östlicher Richtung in die Anden-Kordillere hinein. Ein Erdrutsch hat einen ganzen Hügel zum Abrutschen gebracht, eine Lawine aus Schlamm und Geröll begrub fast alle Häuser und landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Bewohner konnten rechtzeitig evakuert werden, verloren allerdings ihr ganzes Hab und Gut.

Update

Die peruanischen Behörden haben die Zahl der Todesopfer auf 75 erhöht. 263 Personen wurden verletzt, 20 gelten als vermisst. 100.000 Menschen sind obdachlos, 630.000 von der Naturkatastrophe betroffen.

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Kommentarbereich

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  1. Wir sind seit 5 Tagen ohne Wasserversorgung hier in Lima. Keiner kann sagen, ab wann es wieder wirklich Wasser gibt. Wir leben im Stadtteil San Borja und wissen das dies in vielen Bezirken hier in Lima der fall ist. Man muss sich das einmal vorstellen, eine Stadt mit 9 Millionen Menschen wo Hygiene zu einem Problem wird.
    Alltaegliche Dinge die einem normal erscheinen, wie z.B. Toiletten spuelen muss mit dem Rest an Wasser was noch da ist organisiert werden. Koerperpflege ist auf ein Minimum beschraenkt.
    Es ist eine riesen Naturkatastrophe die Peru momentan trifft und in meinen Augen die Entwicklung vieler Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurueck werfen wird, wenn dann mal das ganze Ausmass klar wird.
    Die Verbindungsstrassen ( Careteras) nach und von Lima sind Richtung Norden und in das Land alle kaputt durch Schlammfluten die wie Tsunamies durch Ortschaften etc.fliesen.
    Wichtige Bruecken sind eingebrochen, Strassen zerstoert. Tausende Menschen in Peru besitzen gerade noch das Hemd und die Hose die sie tragen.
    Haueser, Anbaugebiete, vieles ist zerstoert.

    Ich persoenlich bin sehr besorgt, wie es nach den Fluten kommt. Wir werden hier in Peru mit seuchen kaempfen?
    Ich denke die Gefahr das Cholera z.B. auftreten koennte ist sehr gross.

  2. 2
    Mark

    das ist alles sehr schlimm, aber die Natur hat nun mal ihre eigenen Gesetze!

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