Verzweiflungsstrategie: Venezuela will Schuldverschreibungen nach Japan verkaufen

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Das von einer Dauerkrise gebeutelte Regime will mit dem Verkauf offenbar einmal mehr die zusammengeschmolzenen Devisenreserven auffüllen (Foto: Archiv)
Datum: 22. Juni 2017
Uhrzeit: 18:22 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Zentralbank von Venezuela ist offenbar bestrebt, festverzinsliche Wertpapiere an das japanische Analysehaus Nomura zu verkaufen. Dies berichten am Donnerstag (22.) internationale Finanzkreise, eine Abgeordnete der Opposition und die Nachrichtenagentur „Reuters“. Nomura lehnte es bisher ab, den angeblichen Deal zu kommentieren.

Das von einer Dauerkrise gebeutelte Regime will mit dem Verkauf offenbar einmal mehr die zusammengeschmolzenen Devisenreserven auffüllen. Das Verkaufsvolumen der Wertschriften (kreditgebundene Schuldverschreibungen) soll sich demnach auf 710 Millionen US-Dollar belaufen. Die Papiere, die Venezuela 2008 von Nomura gekauft hatte, sollen nun mit einem kräftigen Rabatt abgegeben werden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    babunda

    die stehen kurz vor der staatspleite und mit dem ruecken zur wand, wird alles verhoekert.

  2. Jedes Land der die venezolanische Diktatur unterstütz ist dem Volkermord Beihilfe anzuklagen.

  3. Die Nationalversammlung sollte öffentlich erklären, dass die Papiere 2008 nicht von „Venezuela“ gekauft wurden, sondern von Verbrechern ohne politisches Mandat mit geraubtem Volksvermögen. Die Papiere müssten dann beschlagnahmt werden, bis Venezuela wieder eine legitime Regierung hat.

  4. 4
    Miguel

    Nicht „gekauft“ sondern „verkauft“ denke ich.
    Wenn ich die venozelanischen Verfassung richtig verstehe, müsste das Parlament dem Verkauf zustimmen.
    Wenn dem so ist, gibt es in Venezuela viele Rechtsanwälte, die gerne wieder in ihrem Beruf arbeiten würden. Da gibt es viel zu tun die letzten 20 Jahre aufzuarbeiten. Deutschland hat ja nach der Wende, leider vieles nicht gefordert, es war auch genügend Geld da. Venezuela braucht das Geld, für die Beseitigung der Schäden.

    • „Die Papiere, die Venezuela 2008 von Nomura gekauft hatte, sollen nun mit einem kräftigen Rabatt abgegeben werden.“

      Das verstehe ich so, dass es sich um Schuldverschreibungen entweder der Firma Nomura handelt, oder um andere nicht benannter Herkunft, die Nomura an (vermutlich) die venezolanische Nationalbank weiter verkauft hat. Also um ein Finanzgeschäft, das die venezolanische Regierung in Japan abgewickelt hat, mit dem Ziel, Geld zu verdienen. Das ist ja nun alltägliches Geschäft von Nationalbanken und regulären Grossbanken. Aller Wahrscheinlichkeit nach wollte die PSUV-Bande auch hier wieder entweder geraubtes Volksvermögen verdunkeln oder Drogengelder waschen. Doch das ist Spekulation meinerseits. Nun wollen sie offensichtlich schnellstens verhökern, was sie noch können, bis Ihnen der Zugriff entzogen wird.

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