Titicaca-See: Starke Winde zerstören Häuser der Urus

puno

Mehrere Häuser, die aus getrockneten Totora-Schilf gebaut wurden, treiben im höchstgelegenen schiffbaren Gewässer der Welt (Foto: Reprodução/Senahmi/larepublica)
Datum: 21. Juli 2018
Uhrzeit: 09:24 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Klimatische Veränderungen am Titicaca-See in der peruanischen Region Puno haben starke Windböen verursacht und zehn der insgesamt 105 Uru-Inseln verwüstet. Mehrere Häuser, die aus getrockneten Totora-Schilf gebaut wurden, treiben im höchstgelegenen schiffbaren Gewässer der Welt. Rita Suaña, Bürgermeisterin der ethnischen Gruppe, wies darauf hin, dass etwa fünfzig Familien betroffen sind. Die Indigenen benötigen Seile und andere Hilfsmittel, um die Inseln wieder zu verankern. Nach den Worten von Suaña haben sich die „schwimmenden Inseln“ fünf Meter von ihrem ursprünglichen Standort entfernt.

Auch in anderen Städten der Region gab es starke Regenfälle, was zu dieser Jahreszeit nicht üblich ist. Außerdem ist das Hochplateau mit Schnee bedeckt. Nach Angaben des Nationalen Meteorologischen und Hydrologischen Dienstes (Senamhi) wird das Phänomen bis zum 26. Juli anhalten. Laut Senamhi sind Schneefälle zu dieser Jahreszeit atypisch und sind auf die Anwesenheit von Wolken des Amazonas in den Anden als Folge des El Niño und La Niña Phänomens zurückzuführen.

Die von den Schneefällen am stärksten betroffenen Städte sind Lampa, Melgar und die hohen Andengebiete der Provinz Carabaya. Dort erreichte der Schnee eine Höhe von fünf Zentimetern. Den Kameliden ging das Gras aus und die Temperaturen erreichten zehn Grad unter Null.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2018 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!